In den speziell abgeschirmten Kammern, den heissen Zellen, des Hotlabors am PSI werden regelmässig die abgebrannten Brennstäbe aus den Schweizer Atomkraftwerken materialwissenschaftlich untersucht.

Weitere Proben stammen aus Forschungsreaktoren und den PSI-Bestrahlungseinrichtungen, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Gesuch des PSI hervorgeht.

Das beim Bundesamt für Energie (BFE) eingereichte Gesuch für die Betriebsbewilligung gemäss Kernenergiegesetz liegt bis zum 17. März auf der Kanzlei der Standortgemeinde Würenlingen AG auf.

Einzigartige Forschungsanlage

Rund 32 Mitarbeitende betreuen die sicherheitstechnische und analytische Infrastruktur des Hotlabors, wie das PSI erläutert. Die Anlage sei in der Schweiz einzigartig und auf dem aktuellen technischen Stand.

Die Behörden hatten die Betriebsbewilligung für das Hotlabor im November 1965 erteilt. Das Labor gehörte zum damaligen Eidgenössischen Institut für Reaktorforschung (EIR).

Seit Erteilung der Bewilligung seien verschiedene gesetzliche Grundlagen geändert und präzisiert worden, hält das PSI fest.

Zusammen mit der Aufsichtsbehörde, dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), sei man zum Schluss gekommen, das Hotlabor erneut einem Zulassungsverfahren zu unterziehen.