Forschung
Der kleinste Film der Welt: Hier spielen Atome die Hauptrolle

IBM-Forscher haben den kleinsten Film der Welt gedreht. Sie setzten dafür einzelne Atome zu kleinen Figürchen zusammen und filmten diese im Stop-Motion-Verfahren. Hauptdarsteller sind 130 Kohlenstoff-Atome.

Christoph Zehnder
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Computer werden nicht zuletzt dadurch immer leistungsfähiger, indem ihre Bestandteile immer kleiner werden. Die Entwickler von IBM tüfteln in ihrem Labor schon seit längerem im atomaren Massstab. Hin und wieder brauchen aber auch Nanophysiker ein bisschen Spass.

Ein IBM-Team hat nun einen Kurzfilm gedreht, in dem Atome im wahrsten Sinne des Wortes die Hauptrolle spielen. Um ihn zu sehen braucht man eigentlich ein Mikroskop mit 100-millionenfacher Vergrösserung.

Tausendstel eines Menschenhaares

Der Film entstand, indem die Forscher einzelne Atome bewegten und die Bilder dann im Stop-Motion-Verfahren. Ein einzelnes Bild ist dabei etwa ein Tausendstel so breit wie ein menschliches Haar.

Der Animationsfilm trägt den Namen «A Boy and his Atom» und dauert gut anderthalb Minuten. Er zeigt einen Jungen, der mit einem Ball spielt. Einzige Requisiten für den Streifen: 130 Kohlenstoffatome. Der Film wurde bereits von Guinness als «kleinster Stop-Motion-Film der Welt» anerkannt.

Atome als als Datenspeicher

Das eigentliche Ziel der IBM-Forscher ist es, Atome als Speichermedium zu nutzen. Vor einem Jahr gelang das erstmals. Mit 12 Atomen konnten sie ein einziges Bit speichern. Im Vergleich: Ein normaler Computer braucht dafür etwa eine Million Atome.

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