Todesfall

Dänischer Familientherapeut Jesper Juul gestorben

"Kinder müssen nicht erzogen werden, sie benötigen einfühlsame Führung" lautete eines der Mottos des weltweit bekannten Familientherapeuten Jesper Juul. Nun ist er mit 71 Jahren getorben. (zVg)

"Kinder müssen nicht erzogen werden, sie benötigen einfühlsame Führung" lautete eines der Mottos des weltweit bekannten Familientherapeuten Jesper Juul. Nun ist er mit 71 Jahren getorben. (zVg)

Der dänische Familientherapeut und Bestseller-Autor Jesper Juul ist tot. Er starb nach langer und schwerer Krankheit am Donnerstag an einer Lungenentzündung zu Hause in der dänischen Kleinstadt Odder. Juul wurde 71 Jahre alt.

Juul habe seit Jahren starke Schmerzen gehabt, gegen die auch Medikamente nicht geholfen hätten. "Er hat jetzt sieben Jahre gekämpft, jetzt ging es nicht mehr", sagte der Gründer und Leiter der Organisation Familylab Deutschland, Mathias Voelcher. Bei Juul war 2012 Transverse Myelitis diagnostiziert worden.

Juul galt als einer der führenden Familienexperten und verfasste zahlreiche Erziehungsratgeber wie "Dein kompetentes Kind". Er hatte 2004 die Organisation Familylab International gegründet, die sich auf die Beratung von Eltern in Erziehungsfragen spezialisiert hat. 2006 gründete Voelchert dann den deutschen Familylab-Ableger.

Zentrales Thema von Juuls Arbeit sei die Gleichwürdigkeit gewesen, sagte Voelchert über seinen Weggefährten. Unter dem Begriff versteht man, dass Kinder und Schwache dieselben Rechte wie andere in der Gesellschaft haben. "Es ist die Pflicht der Starken, für die Schwachen zu sorgen und sie nicht auszubeuten oder schlecht zu behandeln", sagte Voelchert.

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