Es ist der bisher erdähnlichste Planet, den das Kepler Weltraumteleskop entdeckt hat. «Kepler 452b» dreht sich rund 1400 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Schwan in 385 Tagen einmal um sein Zentralgestirn «Kepler 452».

Der Planet ist laut Nasa rund 60 Prozent grösser als die Erde. Mit 6 Milliarden Jahren ist seine Sonne rund 1,5 Milliarden Jahre älter als unsere, hat aber ungefähr dieselbe Temperatur. 

Kepler-452b

«Wir können uns Kepler 452b als älteren, grösseren Cousin der Erde vorstellen», sagte Nasa-Datenanalyst Jon Jenkins an der Medienkonferenz. Der Himmelskörper kreise bereits länger als die Erde in einer habitablen Zone, also jener Bereich um einen Stern, in dem Leben theoretisch möglich ist. Das sei die ideale Gelegenheit für die Entstehung von Leben, sofern sich die Bedingungen auf dem Planeten dazu eigenen.

Die Forscher wollen nun mehr über den Planeten und seinen Stern herausfinden. Auch andere Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems werden genauer unter die Lupe genommen. Mittlerweile befläuft sich die Zahl der sogenannten Exoplaneten auf 4696. Neben «Kepler 452b» gibt es derzeit elf weitere, vielversprechende Kandidaten. Ihr Umfang beträgt das ein- bis zweifache der Erde und sie befinden sich alle in der habitablen Zone um ihren Stern.

Die Entdeckung des ersten Explaneten liegt erst 20 Jahre zurück. Das Kepler Weltraumteleskop startete 2009 mit der Mission, weitere Planeten zu suchen. (cze)

Ein Vergleich des Kepler-Systems mit unserem Sonnensystem

Ein Vergleich des Kepler-Systems mit unserem Sonnensystem