Wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte am Mittwoch mitteilte, hängt am linken Arm der Statue hinten eine rechte Hand herunter. Archäologin Noemí Castillo erklärte, das sei ein Hinweis auf die Opferrituale für Xipe Tóte.

Gefangene wurden auf dem ersten Altar in gladiatorenartigen Kämpfen oder mit Pfeilen getötet und dann auf dem zweiten Altar gehäutet. Die Priester trugen die Haut der Opfer während des Rituals wie Kleidung.

Hinweise auf den Kult, der vor der Landung der Spanier an der Golfküste, im Zentrum und im Westen Mexikos gepflegt wurde, gab es immer wieder. Bislang wurde aber nie ein Tempel des Fruchtbarkeits- und Frühlingsgotts Xipe Tótec gefunden.