Jeffery Greenblatt und Samveg Saxena vom Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien haben Modellrechnungen entwickelt, die auf Prognosen für das Jahr 2030 beruhen. Ihre Analyse ergab, dass autonome Elektroautos pro gefahrene Meile 87 bis 94 Prozent Emissionen gegenüber konventionell angetriebenen Fahrzeugen einsparen könnten.

Bei Hybridfahrzeugen betrügen die Einsparungen 63 bis 82 Prozent, schreiben die Forscher in einem Fachartikel in "Nature Climate Change". Etwa die Hälfte der Reduktion sei dabei der angepassten Fahrzeuggrösse geschuldet, weil je nach Personenzahl ein Taxi passender Grösse geschickt werden könnte.

"Die meisten Taxifahrten sind Einzelfahrten, was bedeutet, dass ein- oder zweisitzige Autos für die Mehrheit der Fahrten reichen würden," sagte Greenblatt in einer Mitteilung der Institution. "Und kleinere Fahrzeuge bedeuten weniger Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen." Weltweit tüftelten schon Autohersteller und Forscher an ein- und zweisitzigen Fahrzeugen.

Fahrer einsparen

Die richtige Grösse pro Fahrt wäre für den Passagier wie für den Flottenbetreiber kostengünstig. Allerdings müsste dazu ein einziger Anbieter die gesamte Taxiflotte managen. Ein teures autonomes Auto lohne sich finanziell zwar erst ab rund 65'000 gefahrenen Kilometern, was für ein US-Taxi üblich ist. Wichtigster Sparfaktor sei indes der nicht mehr benötigte Fahrer.

Weitere Möglichkeiten zum Benzinsparen bei selbstfahrenden Autos haben die Forscher nicht einmal berücksichtigt. So könnten diese Autos dichter hintereinander fahren, den Windschatten anderer Fahrzeuge ausnützen, Routen optimal fahren und sanfter anfahren oder bremsen. All dies würde sich aufsummieren, sagte Greenblatt.

Nach ihren Berechnungen liessen sich rund 800 Millionen Liter Erdöl und über 2 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr einsparen, wenn fünf Prozent aller verkauften Autos im Jahr 2030 autonome Taxis wären. Dies entspreche der Treibhausgas-Einsparung von 1000 Zwei-Megawatt-Windturbinen.