TV-Kritik

«Archäologie ist ein Knochenjob»: «Einstein» berichtet aus Frick

Das Ausgrabungs-Team entdeckt im lehmigen Boden einen Silber-Denar aus der Zeit von Kaiser Augustus.

Das Ausgrabungs-Team entdeckt im lehmigen Boden einen Silber-Denar aus der Zeit von Kaiser Augustus.

Das Schweizer Fernsehen hat die Ausgrabungen in Frick ein Jahr lang begleitet und war bei so mancher historischen Entdeckung im Gänsacker dabei. Zu sehen war das nun in der Wissens-Sendung «Einstein» am Donnerstagabend. Eine TV-Kritik.

Der Fricker Gänsacker verwandelt sich von einer Herbst- in eine Winterlandschaft. Im Zeitraffer. Denn die Archäologen der Kantonsarchäologie Aargau stehen unter Zeitdruck. Ein Jahr bleibt ihnen, um rund 2000 Jahre zurückzureisen und die römischen Streifenhäuser in Frick zu erforschen. So präsentierten sich die Einstiegssequenzen des «Einstein»-Beitrags am Donnerstagabend auf SRF 1.

«Einstein» vom 29.1.2015

Die Sendung «Einstein» vom 29. Januar. Ab Minute 25 zu den Ausgrabungen in Frick.

Dem Zuschauer ist in Wort und Bild bald klar: «Archäologie ist ein Knochenjob.» Doch er sieht auch, dass sich der Knochenjob lohnt. Hundeskelette werden ebenso ausgegraben wie Münzen und Mauerreste.

Das alte Frick erwacht zum Leben

Aus den Informationen entstehen 3-D-Animationen, die den «Reihenhaus-Charme vor fast 2000 Jahren» zeigen. Werkstatt und Taverne aus dem alten Frick erwachen so zum Leben. Vielleicht gab es in Frick gar eine antike Raststätte.

«Einstein» nutzt das noch nicht mit Grabungen untersuchte Feld vis-à-vis der Gänsacker-Grabungen, um geomagnetische Messungen zu erklären. Das Magnetogramm zeigt: Eventuell existierte in Frick ein raststätten-ähnliches Gebäude. Gewissheit bringt die moderne Technik nicht – dafür wären wieder Grabungen angesagt.

Den «Einstein»-Machern aber sind spannende und sehenswerte Einblicke in die Archäologie gelungen. (mf)

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