Must have

Wer sich jetzt schon alles auf die smarte Apple Watch freut

Vorausgesetzt, man hat das nötige Kleingeld: Wer wird das neueste Produkt aus dem Hause Apple kaufen? Es gibt verschiedene Gründe, sich das Gadget für das Handgelenk zuzulegen. Eine Typologie der möglichen Abnehmer.

 Technologie-Freaks: Jean-Claude Biver ist eine schillernde Figur in der Schweizer Uhrenindustrie. Er präsidiert den Luxusuhrenhersteller Hublot und ist bei LVMH für die Marken Zenith und TAG Heuer verantwortlich. Mit anderen Worten: Hublot repräsentiert die teuren, mechanischen Uhren der Schweiz, die auch noch in hundert Jahren repariert werden können. Sie sind das pure Gegenstück zu einer Apple Watch mit einer geschätzten Lebensdauer von zwei Jahren – und die auch noch jede Nacht an den Strom gehängt werden müssen. Und dennoch bekennt Biver unbekümmert, er werde sich bestimmt eine Apple Uhr kaufen. Die Begründung: Er sei ein Technologie-Freak.

Gadget-Freaks: Vom Technolgie-Freak zu unterscheiden ist der Gadget-Freak. Ihm geht ein tiefer gehendes Interesse an der Technologie ab. Trotzdem fühlt auch er sich gezwungen, den neuesten Schrei zu kaufen. Ganz egal, ob die Apple Watch nützlich ist oder nicht. Im Gegensatz zu den Nerds nehmen die Technologie- und Gadget-Freaks noch am sozialen Leben teil. Das ist ein weiterer Grund, der für die Apple Watch spricht: Schliesslich spielt das Design der Smartwatch eine entscheidende Rolle, wenn man sich (noch) in der Öffentlichkeit bewegt.

Apple-Vergötterer: Die Apple Watch kommt erst im nächsten Jahr auf den Markt. Nun ist es allerdings nicht so, dass es noch keine Smartwatches auf dem Markt geben würde. Im Gegenteil: Apple ist nicht der eigentliche Innovator. Stattdessen versucht das kalifornische Unternehmen einfach, die Fehler der Konkurrenz zu vermeiden. Der richtige Technologie-Freak ist bereits im Besitze einer Smartwatch. So entpuppt sich die Technologieliebhaberei auch als beliebter Vorwand für all jene Leute, die einfach dem Kult um Apple und Steve Jobs verfallen sind, den so genannten Apple-Vergötterern, umgangssprachlich auch als Marketingopfer bezeichnet.

Gesundheitsfanatiker: Die Apple Watch zeichnet Bewegungen, Herzfrequenzen und zurückgelegte Entfernungen auf und berechnet gleich noch die verbrannten Kalorien dazu. Sie kann den Gesundheitszustand ziemlich gut wiedergeben. Wer keine Angst davor hat, seine Gesundheitdsaten einem grossen Technologiekonzern anuzuvertrauen: Nur zu. Nicht bekannt ist, ob die Apple Watch auch eine Motivationsfunktion à la «Kumpel, hol mich hier raus» integriert hat, falls sie genug vom Couch-Potato-Besitzer hat, der nur gerne vorgibt, sportlich zu sein.

Knight-Rider-Fans: Wer in den 80er Jahren gross geworden und durch die US-Fernsehserie Knight Rider sozialisiert worden ist, hat eine bestimmte Vorstellung von modernen Technologien. Ein sprechendes Auto und eine sprechende Uhr gehören dazu (David Hasselhof an K.I.T.T: «Kumpel, hol mich hier raus!») Nun gut, auch mit einer Apple Watch kann man das eigene Auto nicht vorfahren lassen. Doch weil Siri mit an Board ist, kann man zumindest mit ihr sprechen. Da werden Bubenträume wahr!

Fashion-Victims: Das sind Leute, die jedem Trend folgen und jegliches Stilbewusstsein vermissen lassen. Auch sie sind mögliche Apple-Watch-Käufer. Denn es ist davon auszugehen, dass die Uhr zum Trend wird – auch wenn das Design ein Dolchstoss ins Herzen jedes Uhrenfan ist. 

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