Handy-Kamera

Wer ist schärfer: Das iPhone oder das neue Samsung

Schöne Kurven: Das neue Samsung Handy ist etwas runder geworden.

Schöne Kurven: Das neue Samsung Handy ist etwas runder geworden.

Die Kamera des Galaxy S7 stellt jene des Apple-Telefons in den Schatten. Doch ein bestimmtes Feature fehlt beim neuen Samsung-Handy.

«Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat», meinte der berühmte US-Fotograf Elliott Erwitt einmal. Das stimmt natürlich. Und dennoch schadet es nicht, wenn diese Kamera, die man immer bei sich trägt, die Handy-Kamera also, auch wirklich gut ist. Bei den neuen Samsung-Smartphones Galaxy S7 und S7 Edge ist sie das. Es ist die beste Kamera, die ich je an einem Handy gesehen habe.

Zuerst wollte ich das so nicht wahrhaben: Als der Hersteller sein neues Flaggschiffhandy vorstellte, legte er besonderen Wert auf einen Fotovergleich – zwischen Bildern, die mit dem neuen Samsung Handy geknipst und solchen, die mit einem iPhone 6S Plus gemacht wurden. Ich traue solchen Vergleichen nie, erst recht nicht, wenn das Ergebnis so extrem ausfällt.

Lichtstarke Blende

Mittlerweile nutze ich seit zehn Tagen ein Galaxy S7 Edge und habe selber diverse Fotovergleiche gemacht. Und ja, es stimmt: Die Fotos mit dem S7 Edge werden viel besser als jene, die ich mit meinem iPhone 6S Plus schiesse. Das gilt zumindest bei schlechten Lichtverhältnissen – also für geschätzte zwei Drittel aller Bilder.

Dank einer lichtstarken Blende (F 1,7) schiesst die Kamera auch im Dämmerlicht Fotos mit wenig Bildrauschen und vielen Details. Damit jeder einzelne Bildpunkt mehr Licht einfangen kann, hat Samsung die Anzahl Megapixel von 16 auf 12 reduziert. Ausserdem ist die Kamera in Rekordzeit einsatzbereit. Mit einem Doppelklick auf den Home-Button wird sie blitzschnell gestartet und fokussiert dank einer neuen Dual-Pixel-Technologie fast ohne Zeitverzögerung: Legt man den Fokus auf ein Objekt, so wird dieses quasi unmittelbar scharf gestellt.

Die neue Kamera schiesst nicht nur schönere Bilder, sie sieht auch selber schöner aus. Will heissen, sie steht nicht mehr so stark aus dem Gehäuse hervor, wie beim Vorgängermodell. Das ist der eine Designunterschied zum Galaxy S6. Der andere: Das Gerät ist nun etwas runder geworden; die Rückseite ist zu den Seiten hin leicht gebogen.

Anders als das neue iPhone ist der Bildschirm des S7 und des S7 Edge nicht druckempfindlich. Beim iPhone 6S habe ich mich daran gewöhnt, dass ich durch einen etwas stärkeren Druck auf den Bildschirm bestimmte Funktionen (beispielsweise eine Vorschau auf ein E-Mail) öffnen kann. Das vermisse ich bei meinem neusten digitalen Wegbegleiter. Dafür habe ich mich schnell an die Bedienung über das Seiten-Panel gewöhnt.

Streiche ich über die abgeschrägte Bildschirmkante des S7 Edge, habe ich unmittelbar Zugriff auf meine wichtigsten Kontakte und Programme: Um zwischen einzelnen Apps hin und her zu wechseln, muss ich also gar nicht mehr zu Startbildschirm zurückkehren. Das spart Zeit.

Die neuen Samsung-Smartphones gibt es in der Schweiz ab dem 11. März in den Farben Schwarz, Weiss und Gold zu kaufen. Das Galaxy S7 kostet 719 Franken, das Galaxy S7 Edge mit dem zu beiden Seiten hin abgeschrägten Display 819 Franken. Der Speicher umfasst jeweils 32 Gigabyte, kann aber mittels SD-Karte erweitert werden. Wer das Gerät vorbestellt, bekommt die Virtual-Reality-Brille Gear VR (99 Franken) gratis dazu.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1