Das ist fast wie selber fliegen. Die Piloten jagen ihre Drohnen durch die Halle, an den ferngesteuerten Flugobjekten ist eine Action-Kamera montiert, die die Bilder direkt auf ihre Brillen überträgt. 

«Drone Racing» nennt sich diese Disziplin, die sich langsam aber sicher auch in der Schweiz zur Trendsportart mausert.

Herausforderung fürs Auge

Bei diesem Rennen geht es darum, einen abgesteckten Parcours in möglichst kurzer Zeit abzufliegen. Je schwieriger das Gelände, desto spannender. Dabei machen die Drohnen sogar mehrfache Saltos. Eine Herausforderung für das ungeübte Auge.

«Dieses Mittendrin-Gefühl, die Freiheit und Geschwindigkeit, das fasziniert mich», sagt Kay Stutz, einer der beiden Piloten, die sich in der Lagerhalle im solothurnischen Riedholz zum Rennen treffen. «Es ist wie ein Videospiel», sagt sein Kollege Marc Heiniger. 

Mehr als ein Spiel

Drone Racing ist aber bereits weit mehr als ein lustiges Freizeitspiel: Im Oktober wird in Hawaii die ersten Profi-Weltmeisterschaft ausgetragen. Das Ziel von Marc Heiniger und seinem Kollegen Kay Stutz ist eine Teilnahme an den «Drone Worlds».

Drone Racing ist ein teurer Sport. Rund 500 Franken kostet eine Renn-Drohne. Hinzu kommen das Zubehör sowie die Kosten für den hohen Materialverschleiss.

Immerhin: Heiniger und Stutz haben bereits Sponsoren gefunden für ihr zeitintensives und kostspieliges Hobby. (smo)