Datensicherheit

Sind Cloud-Dienste sicher? IT-Experte: «Schwächste Glied ist der Mensch»

Wie sicher ist Apples Cloud-Dienst «iCloud»

Wie sicher ist Apples Cloud-Dienst «iCloud»

Passkopien auf die Dropbox legen, Verträge in Google Drive speichern und private Fotos ganz einfach auf allen Apple-Geräten abrufen. Wie praktisch die Welt 2.0 doch ist! Aber die Möglichkeiten der digitalen Datenablagen haben ihre Schattenseiten.

Schauspielerinnen wie Kirsten Dunst, Jennifer Lawrence und Scarlett Johansson ist das Lachen in den letzten Tagen deutlich vergangen. Apple arbeitet zurzeit daran das Leck aufzuspüren, das die Nacktfotos der Stars für Hacker zugänglich gemacht haben soll. 

Doch die Fotos könnten auch über andere Wege an die Öffentlichkeit gelangt sein, vermutet Marc Ruef, Berater für Informationssicherheit der Firma SCIP. Er sagt, dass viele Angriffsmöglichkeiten in Frage kommen könnten. Weiter denkt er, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass Apple einen Fehler im iCloud-Dienst habe.

"Dienste wie iCloud, Google Drive und Dropbox investieren viel Zeit und Geld in Sicherheitskonstrukte, die sie auch regelmässig testen.", sagt Ruef. Der Datenschutz steht sicher auch im Interesse der Cloud-Anbieter, denn diese müssen bei Datenverlust haften.

In der Schweiz gibt es dafür eine klare Regelung, denn der Anbieter ist zum Datenschutz verpflichtet. Auch wenn in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB's) steht, dass sie bei Datenverlust nicht haftbar sind.

Das Risiko von Datenverlust ist seit dem Auftauchen der Nacktfotos nicht grösser. Ruef meint dazu: "Bezüglich der Datensicherheit von Cloud-Diensten hat sich durch die Nacktfoto-Geschichten der Stars nichts verändert."

Nutzer von Cloud-Diensten müssen daher nicht um ihre Daten fürchten, solange sie sich bewusst sind, welche Daten sie an Dritte weitergeben. Marc Ruef, Berater für Informationssicherheit sagt: "Meistens ist das schwächste Glied der Kette die Person und nicht der Anbieter."

Hier ein paar Tipps, die man bei Cloud-Anbietern beachten soll:

1. Überlegen, ob man seinen Daten wirklich an einen bestimmten Anbieter übermitteln möchte

2. Sicherstellen, dass man keine sensiblen Daten, wie z.B. Nacktfotos oder Geheimdokumente, auf Cloud-Diensten speichert

3. Sich bewusst sein, dass man ein Risiko eingeht, wenn man Daten auf Cloud-Dienste hochlädt und danach nicht jammert, falls doch etwas schief geht

4. Dokumente verschlüsseln und Passwörter regelmässig ändern 

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