Ein einziges Login für Schweizer Online-Angebote: Das ist die Idee hinter der SwissID. Mehrere Unternehmen haben den digitalen Identitätsnachweis zusammen entwickelt, darunter die Post, SBB, Swisscom, den Finanzdienstleister SIX, die Mobiliar-Versicherung sowie die Banken Credit Suisse, UBS, Zürcher Kantonalbank und Raiffeisen.

Die Post prescht nun vor und lanciert die SwissID für ihre Online-Dienstleistungen. Schrittweise informiert sie ihre Kunden über die Umstellung. 200'000 Kunden nutzen laut "Tages-Anzeiger" das neue Log-in-Verfahren bereits. Und bereits hagelt es aber Kritik: Ein Twitter-User stört sich daran, dass die Post ihre Kunden zwingt, auf das neue System umzusteigen: "Der Zwang zur SwissID ist einfach eine Frechheit." Der "Tages-Anzeiger" zitiert einen Leser, der sagt, er habe sein Konto gelöscht. Er sorgt sich um seine Daten.

Die Umstellung funktioniert nicht reibungslos: Eine Nutzerin bekam die Aufforderung der Post, auf SwissID umzusteigen, per E-Mail – und auf Englisch. Auf Twitter fragte sie, was los sei. Die Post antwortete, sie habe die Mitteilung ausgelöst. Weshalb sie auf Englisch geschrieben war, konnte sie nicht sagen.

Ein anderer Nutzer hegt Sicherheitsbedenken: "Da wird uns jahrelang eingetrichtert, für verschiedene Logins nicht das gleiche Passwort zu benutzen. Und dann meint die Post sie müsse ihre Kunden genau dazu nötigen."

Die Post nennt als Vorteil der SwissID die Sicherheit des Datenaustauschs. Der Online-Anbieter kenne die Daten nicht und habe keine Möglichkeit, sie zu speichern. (mwa)