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Huawei fährt das Porsche-Handy auf

Edel sieht es aus, das erste Porsche-Handy.

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Edel sieht es aus, das erste Porsche-Handy.

Der chinesische Elektronik-Konzern lanciert sein neues Flaggschiff Mate 9 in einer Porsche-Edition für die Schweiz. Und überbietet damit Apple - zumindest hinsichtlich des Preises.

Huawei hat sich für sein neues Smartphone prominente Unterstützung geholt: Für das Design das Mate 9 zeichnet Porsche verantwortlich. Jener Konzern also, der die ikonischen Sportwagen geschaffen hat, verleiht nun zum ersten Mal einem Smartphone seine Form.

"Porsche Design" steht gut sichtbar auf dem schwarzen Aluminium-Gehäuse, das Huawei heute in München präsentiert hat. Das schicke Gerät hat ein zu beiden Seiten hin leicht gebogenes 5,5-Zoll Display, wie man das von den Samsung-Edge-Smartphones kennt nur diskreter.

Huawei will das Smartphone bloss in einer limitierten Stückzahl herstellen. Wie hoch diese sein wird, wurde aber nicht gesagt. Für alle, die sich das Luxusmodell nicht leisten können, gibt es das Mate 9 auch in einer herkömmlichen Version.

Das Huawei Mate 9 im ersten Hands-On

Das Huawei Mate 9 im ersten Hands-On

5,9-Zoll aber nur so gross wie das iPhone Plus

Diese unterscheidet sich optisch grundlegend. Das Display ist nicht abgerundet und mit 5,9-Zoll noch einmal wesentlich grösser. Allerdings verbaut Huawei fast randlose Bildschirme, sodass das Mate 9 nahezu gleich gross ist wie das iPhone 7, das über ein 5,5-Zoll-Display verfügt.

Das Mate 9 ist ein klassisches Phablet: Ein "Phone" also, das auch als kleines Tablet durchgehen kann. Diese Kategorie hat Samsung mit der Note-Reihe geschaffen. Jüngst mussten die Koreaner aber das Note 7 wegen brennender Akkus vom Markt nehmen. Davon möchte nun Huawei profitieren. Ein Seitenhieb konnte sich Der Konzernchef Chef Richard Yu dann auch nicht verkneifen: Der Akku sei fünf Grad kühler als jener das Note 7 und explodiere nicht, meinte er.

Das Gerät ist mit dem eigenen Kirin-Chip ausgestattet. Damit sollen die Apps so schnell geladen werden wie bei keinem anderen Smartphone. Und die Batterie (4000 mAh) soll in 30 Minuten zu 58 Prozent geladen sein und dann den ganzen Tag halten. Ein grosses Versprechen ist das, welches Richard Yu seinen Kunden macht. Denn es gibt wohl nichts, was Smartphone-Nutzer mehr nervt als Akkus, die sich zu schnell entladen.

Kamera mit zwei Linsen von Leica

Die Kamera wurde wie schon beim im Frühling lancierten Gerät P9 in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt. Sie verfügt über zwei Linsen eine fotografiert in Schwarz-Wess (20 Megapixel) eine in Farbei (12 Megapixel). Ein Algorithmus rechnet dann die beiden Bilder so zusammen, dass eine schärfere Fotografie entsteht.

Ausserdem lässt sich das Bild so aufnehmen, dass der Hintergrund wie bei einer Profikamera verschwimmt, während das Sujet scharf gestellt ist. Das kann auch das iPhone 7 Plus. Anders als beim Apple-Gerät kann hier aber die Tiefenschärfe auch im Nachhinein verstellt werden.

Die Zusammenarbeit mit Leica und Porsche könnte sich für Huawei als gelungener Schachzug herausstellen: Denn derzeit wird der Premium-Markt in Europa von Apple und Samsung dominiert. Huawei konnte das Image eines "chinesischen Billigkonzern" bisher nicht ganz ablegen. Dank der Kooperation mit den deutschen Traditionsunternehmen soll das nun gelingen.

Die Porsche-Edition ist übrigens derzeit in Europa nur für die Schweiz angekündigt. Hier vermutet Huawei offensichtlich die kaufträchtigen Kunden. Denn das Edel-Phone, das ab dem 20 Dezember erhältlich ist, wird stolze 1500 Franken kosten. Wem das zu viel Geld für ein Telefon ist: Das Mate 9 gibts für 700 Franken und wird bereits diesen Monat erhältlich sein.

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