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«Fäntästik»: Diese neue «deutsche» Kochshow ist total absurd

In der ersten Folge gibt es «Tasty Fruit Salat» – mit viel Augenzwinkern.

In der ersten Folge gibt es «Tasty Fruit Salat» – mit viel Augenzwinkern.

Ein Deutscher mischt die Food-Video-Szene in den Sozialen Medien auf. Sein Credo: Besteck ist doof. Sein erstes Video: Bananen und Äpfel mit Zuckerrübensirup. Doch das ist nicht das Absurdeste daran.

Was nämlich sofort auffällt in dem Video, ist die Stimme aus dem Off, die das «Rezept» kommentiert. Es ist ein sehr deutsch gefärbtes Englisch.

So zeigt das Video etwa einen «life changing trick» – einen Trick, der das Leben verändert – fürs Bananenschälen: «Kuiiis se battam and pull tse bänäna apart» – den unteren Teil der Banane zerdrücken, dann lässt sich die Schale mühelos öffnen.

Messer und Gabel: überflüssig

Zu sehen gibt es hingegen nicht viel. Der «Koch» schmiert Zuckerrübensaft auf die Banane und auf Apfelstücke. Denn: «Ich bin der Meinung, dass wahres Essen nur mit den Händen geht.» Die Erfindung von Gabel und Messer hingegen seien «höchsten Grades überflüssig».

So heisst auch das Label hinter Youtube-Kanal, Facebook-Seite und Twitter-Account: «Eating With Two Hands» – essen mit zwei Händen. 

Dass die Apfelstückli in dem Video ganz offensichtlich mit einem Messer geschnitten wurden, spielt da anscheinend keine Rolle.

Koch-Hype und Veganer

Seit wenigen Tagen erst gibt es den skurrilen Auftritt – das zweite Video, diesmal zum Thema Frühstück, soll bald folgen.

Riecht ganz schön nach einer Persiflage auf die abertausend Koch-Videos und den entsprechenden Hype im World Wide Web.

Und ganz nebenbei nimmt er auch noch den deutschen Goldsaft («glutenfrei und ohne Nährwert»), die Veganer («Wer keinen Goldsaft hat, kann diesen mit Honig ersetzen, aber Veganer flippen aus wegen Honig») und das allgegenwärtige Umweltbewusstsein («Merke für die Zukunft: Alle Lebensmittel in Plastikflaschen sind fantastisch») auf die Schippe. (smo)

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