iPhone

Das Beste am neuen iPhone ist die Kamera

Ab heute gibt es das jüngste iPhone von Apple in Schweizer Läden. Doch was kann das neue von Apple? Die wesentliche Qualität des iPhone 5S liegt nicht im Gerät, sondern in den Services dahinter. Das beste am Apparat ist die Kamera

Eine ganze Nacht lang harrten eingefleischte Iphone-Fans vor dem Zürcher Apple-Store aus, um das neuste Iphone zu ergattern. Ein Student aus Budapest war dann der erste, der eines erstehen konnte.

Der grosse Run auf Iphone 5s

Der grosse Run auf Iphone 5s

Die Schweiz bleibt ein Apple-Land. 2012 war jedes zweite verkaufte Smartphone ein iPhone: Auf 52 Prozent beziffert das Weiss-Buch, die Marktuntersuchung von Robert Weiss, den Anteil der Apple-Telefone. Das ist weltweit einzigartig. Umso enttäuschender ist es, dass die Schweiz bei der Lancierung des neuen iPhones nicht zu den ersten Ländern gehörte: Das iPhone 5S ist seit über einem Monat unter anderem in Deutschland, Frankreich und natürlich in den USA erhältlich. Heute ist es jetzt aber so weit: Jetzt gibt es das iPhone 5S endlich auch in der Schweiz.

Äusserlich ist am neuen iPhone wenig anders. Am auffälligsten ist noch die Farbe: Neben Schwarz gibt es neu auch Silber und Gold. Wer genau hinschaut, erkennt das neue iPhone an einem kleinen Ring rund um den Home-Button: Da ist der Fingerscanner verborgen. Davon abgesehen, sieht das neue S-Modell aus wie das alte iPhone. Unter der Haube steckt ein neuer Prozessor: Der A7-Chip soll doppelt so schnell sein wie sein Vorgänger A6. Allerdings merkt der Benutzer davon noch nicht viel, weil es noch kaum Apps gibt, die den neuen Chip ausnützen.

Die wohl wesentlichste Veränderung für viele Benutzer: Im neuen iPhone steckt eine verbesserte Kamera: Sie hat mit 8 Megapixeln zwar nicht mehr Auflösung als ihr Vorgänger, der Sensor ist jedoch 15 Prozent grösser und auch die Blendenöffnung ist weiter geworden. Das bedeutet: Die Kamera schiesst bei schlechterem Licht bessere Bilder. Darüber hinaus bietet sie einige neue Funktionen, darunter eine Serienbildfunktion, automatische Bildstabilisierung und sie kann Zeitlupenvideos aufzeichnen. Die Kamera bietet damit Möglichkeiten, wie sie sonst nur Digitalkameras des gehobenen Segments bieten. Und sie nützt die hohe Rechenkapazität des Handys aus: Nach Serienbildern analysiert das iPhone die Fotos und schlägt die beste Bildfolge vor. Und die neue Kamera macht nicht nur auf dem Blatt mit den technischen Daten eine gute Falle, sie wirkt auch in der Hand agil und spritzig.

Die Kamera ist das Wichtigste

Nein, es ist kein Widerspruch, wenn bei einem neuen Handy vor allem von der Kamera die Rede ist: Die Kamera ist, vielleicht neben Prozessor und Antennenleistung, das heute wichtigste Hardwareelement an einem Handy. Der ganze Rest ist Software: Das iPhone ist längst ein Hosentaschen-Mac und als solcher bloss das Stück Hardware, das der Benutzer benötigt, um das Mac-System in der Wolke zu bedienen. Da liegt denn auch die eigentliche Qualität des iPhones und deshalb ist es gar nicht so wichtig, ob ein «S» oder ein «C» hinter der Typenbezeichnung steht: Das iPhone ist bloss das Frontend eines ausgeklügelten Systems. Entsprechend fühlt sich der Wechsel auf das neue iPhone nicht wie der Wechsel auf ein neues Telefon an. Der Benutzer wechselt nur das Fenster, durch das er auf die Apple-Wolke blickt: die immer enger verzahnten Dienstleistungen, die Apple seinen Benutzern zur Verfügung stellt.

Wichtiger als das neue iPhone-Gerät sind deshalb das neue iPhone-Betriebssystem, das iOS 7, und die damit verbundenen Onlinedienste wie iTunes für Musik und Filme, iBook für Bücher und iWork für Officeanwendungen. Im Umkehrschluss ist das neue iPhone deshalb ein gutes Gerät, weil es für die Nutzung dieser Systeme und Angebote in der Wolke optimiert ist.

Die Basisversion des iPhone 5S mit 16 GB Speicher kostet ohne Vertrag 779 Franken, die Version mit 32 GB und mit 64 GB kosten 100 respektive 200 Franken mehr. Das iPhone 5C, das bis auf die Kunststoffhülle technisch baugleich ist mit dem bisherigen iPhone 5, ist ebenfalls ab heute erhältlich. Es kostet ohne Vertrag mit 16 GB Speicher 649 Franken, mit 32 GB 130 Franken mehr.

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