Der wohl erste Computer-Wurm hatte den Namen Morris. Robert Tappan Morris hatte das Programm geschrieben, es hatte nur eine Aufgabe: sich so schnell wie möglich auf andere Computer zu verbreiten. Danach sollte es im Speicher laufen und nichts tun. Bereits nach drei Stunden hatte das Programm mehrere tausend Computer in ganz Amerika infiziert, am Ende waren es geschätzte 6000 – damals mehr als 10 Prozent des gesamten Internet. Ein Programmfehler sorgte für eine böse Überraschung: Der an sich harmlose Wurm erzeugte auf jedem Computer neue Kopien von sich selbst, bald waren die  Rechner nur noch mit dem Wurm beschäftigt. Die Schätzungen über die verursachten Kosten bewegen sich zwischen 10 und 100 Millionen US-Dollar. 

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Virenlexikon

Diese und weitere Geschichten über die Entwicklung von Computerviren lassen sich im Kaspersky Virenlexikon nachlesen – Kaspersky ist einer der führenden Hersteller von Antiviren-Software. Werden heute viele Viren zur Spionage, zur Erpressung oder zur Zerstörung von Daten eingesetzt, wirken ihre Vorgänger fast schon liebenswert. Der Creeper-Virus bewegte sich über Modems von Computer zu Computer und liess dort die Zeile "I'M THE CREEPER, CATCH ME IF YOU CAN" (Ich bin der Creeper, fang mich wenn du kannst) erscheinen.

Eine vorher noch nie dagewesene Medienhysterie löste "Michelangelo" 1992 aus. Zwei Computerhersteller mussten eingestehen, dass sie aus Versehen mehrere Hundert mit dem Virus infizierte Disketten ausgeliefert hatten. In den Medien wurde die Zahl von fünf Millionen betroffener Computer herumgereicht – ob es an der Warnung lag oder ob die Verbreitung völlig überschätzt wurde ist unklar, dem Virus erlagen aber schlussendlich nur etwa 10'000 Computer. 

Mit der Arglosigkeit der Computerbesitzer spielte der Loveletter: Ein Programm mit dem Namen "I love you" verschickte sich von jedem Rechner aus an 20 Empfänger aus dem Adressbuch. Der Loveletter wurde zum erfolgreichsten Virus seiner Zeit. Schon Stunden nach seiner Entdeckung sind ganze Mailsysteme unter der Last zusammengebrochen.

WannaCry dagegen ist ein Wurm, der Daten verschlüsselt. Die Erpresser verlangen dann Geld, damit der Besitzer wieder auf sie zugreifen kann.