Zu Hause bei
Die schillernde TV-Lady ist eine verhinderte Innenarchitektin

«Ja, ich bin eine Ästhetin», gesteht Patricia Boser (45). Die Wohnung der Fernsehmoderatorin ist ein kleines Gesamtkunstwerk – in dezenten Beige- und Brauntönen, mit stilvollen Möbeln und vielen Erinnerungsstücken.

Silvia Schaub
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Lifestyle-Moderatorin Patricia Boser in ihrer Wohnung im Landhaus-Stil: «Ich mag es gerne Ton in Ton.»

Lifestyle-Moderatorin Patricia Boser in ihrer Wohnung im Landhaus-Stil: «Ich mag es gerne Ton in Ton.»

Emanuel Freudiger

Wer anderen so häufig wie Patricia Boser in die gute Stube tritt, kann einiges erzählen – und hat vor allem schon einiges gesehen. Ist nun ihre Wohnung die Essenz daraus? Eine Wohnung, wo alles stimmt und in runder Harmonie zusammenpasst?

Natürlich würde sie nie über andere Einrichtungen schnöden, dazu ist Patricia Boser viel zu sehr Profi. Aber man kann sich vorstellen, dass sie wohl schon das eine oder andere Mal innerlich zusammengezuckt ist, wenn sie eine «schlecht» eingerichtete Wohnung betreten hat. Aber was heisst schon «schlecht»? «Das ist ohnehin Ansichtssache», findet sie.

Kleines Gesamtkunstwerk

Weil die TV-Moderatorin aber einfach sehr gerne wohnt, hat sie all ihr kreatives Flair in ihre eigenen vier Wände gesteckt. Fürwahr ein kleines Gesamtkunstwerk. Darauf ist sie auch stolz. Da war eine Könnerin am Werk. «Ich bin wohl eine verhinderte Innenarchitektin», meint sie lachend.

Ihre zweistöckige, grosszügige Wohnung in Horgen hat sie ganz im Landhaus-Stil eingerichtet. Beige-, Creme- und Brauntöne herrschen hier vor und geben den Räumen eine leichte, feine und elegante Note. «Ich mag es gerne Ton in Ton.» Das 60 Quadratmeter grosse Wohn-Ess-Zimmer hat sie in verschiedene Bereiche unterteilt. Auf der einen Seite steht die Polstergruppe, auf der anderen beim Cheminée ein grosser Fauteuil mit Tierfell. Mitten im Raum unter dem Kronleuchter steht ein langer Esstisch. Und dazwischen immer wieder kleine Beistelltischchen mit Familienfotos oder Pflanzen.

Eine Ästhetin

Während sie durch die Räume läuft, rückt sie hier noch eine Schale für den Fotografen zurecht und dort ein Table-Book und erzählt im Schnellzugstempo, woher sie die Möbel hat, sodass man mit Schauen kaum nachkommt. Sie protzt nicht mit teuren Designer-Klassikern. «Diese Tischchen waren einst Waschkörbe, ich habe sie einfach umgedreht. Und dieser schwarze Lehnstuhl ist von meinem Vater, wie übrigens alle Bilder, die hier hängen.» Manche Stücke hat sie in Brocante-Läden gefunden. «Ich bin eine Jägerin.» Immer wieder stellt sie das ganze Interieur um und wechselt die Accessoires je nach Jahreszeit. Eine Perfektionistin? «Ja, nein, eher eine Ästhetin.»

Selbst Westie-Hündchen Balou passt farblich perfekt ins Interieur und ist in allen Räumen eine willkommene Mitbewohnerin, wie die diversen Hundekörbchen beweisen. Sie wackelt dem Besuch neugierig hinterher, als müsste sie kontrollieren, dass auch alles am richtigen Platz bleibt.

Baden in der Füsschen-Wanne

Inzwischen sind wir im oberen Stock angekommen, wo die Schlafzimmer untergebracht sind. Im Badezimmer hat sie sich eine Füsschen-Badewanne hineinstellen lassen. Der grosse Blickfang aber ist ihre Ankleide, wo sich auf der einen Seite Dutzende von Highheels auf den Gestellen türmen und auf der anderen eine Meter-lange Kleiderstange angebracht ist. Da schlägt jedes Frauenherz höher.

Bevor sie vor knapp drei Jahren hier einzog, liess sie sämtliche Böden herausreissen und sie durch Eichenböden ersetzen. Alle Wände wurden neu gemalt und lasiert, Küche und Badezimmer ebenfalls neu eingebaut. Im Keller hat sie einen Fitnessraum eingerichtet sowie einen romantischen Weinkeller. Die Waschküche ist im 1. Stock untergebracht. Die Maschinen seien fast ständig in Betrieb, verrät sie. «Ich habe einen Waschfimmel, ich liebe frische Wäsche.»

Kochen nach dem Rohner-Konzept

Patricia Boser ist die perfekte Gastgeberin. Für den Besuch hat sie eine Karaffe mit frischem Wasser und einigen Himbeeren bereitgestellt, anschliessend serviert sie auf der Terrasse Espressi. «Ja, ich habe gerne Gäste und auch oft», erzählt sie. In der Küche steht dann aber meistens ihr Ehemann. «Er ist ein genialer Koch», schwärmt sie. Im Alltag aber kocht meist Patricia Boser. «Nach dem Rohner-Konzept», sagt sie und zeigt auf das Kochbuch, ihre Kochbibel sozusagen. «Damit habe ich 15 Kilo abgenommen.» Doch nicht immer verzichtet sie auf Kohlehydrate. An den zwei «Rohner-freien Tagen» steht auch mal Pasta auf dem Tisch. «Oder meine Zwetschgenwähe mit Marzipan.»

Nur etwas vermisst sie an ihrem Zuhause: einen Garten. «Am liebsten einen ganz verwunschenen, wo mein Sohn mit dem Traktor Rasen mähen könnte.»

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