Mode

Die haltlosen Zeiten sind nun definitiv vorbei

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Hosenträger, das alte nützliche Accessoire, wird neuerdings zum modischen Statement

Die einen glauben, das wäre nur etwas für alte Männer mit dicken Bäuchen, andere wiederum finden Hosenträger geradezu sexy. Tatsache ist, dass die Hosenhalter wieder zurück sind. Und wie. Vor allem werden sie nicht nur von Männern getragen, sondern immer mehr auch von Frauen.

Dabei galtendie Hosenträger doch seit ihrer Erfindung im 18. Jahrhundert als Markenzeichen der bäuerlichen Bevölkerung, die damals nicht unbedingt die gesellschaftliche Rolle des Trendsetters innehatte. Auch schätzten die Bauern die Hosenträger vor allem wegen ihrer Praktikabilität: Anders als bei einem Gürtel schnüren die Bänder die Taille beim Bücken nämlich nicht ein. Entsprechend wurden sie auch verschämt unter der Weste getragen, sodass sie gar nicht ihr optisches Potenzial ausspielen konnten.

Hosenträger als Stilelement

Ganz im Gegensatz zu heute. «Gerade weil die Männer wenig Accessoires zur Verfügung haben, ist der Hosenträger ein Stilelement, das man auch zeigt», sagt Markus Elmiger. Und das muss beileibe nicht immer über den Schultern sein, sondern auch mal salopp herunterhängend.

Zusammen mit seiner Partnerin Anna De Weerdt produziert Elmiger in Luzern unter dem Label «Treger» handgemachte Hosenträger aus elastischen Bändern und Leder. Aus über 50 Sujets können die Kunden und Kundinnen in ihrem Ladengeschäft, das auch Kleider und Fliegen aus den 1920er- bis 1950er-Jahren anbietet, wählen.

Auch die Designerin Eva Kohli aus Zürich ist von den Hosenträgern begeistert. Sie spielt dabei mit einer ganz neuen Optik und vereint für ihr Label Luva Kapuzen mit Hosenträgern zu einem einzigen Accessoire. Hier wird die Funktion definitiv nebensächlich und der Stil steht im Vordergrund.

www.treger.ch, www.luva.ch

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