1 Virus – 100 Schicksale
«Intensivstation, künstliche Beatmung, Tiefschlaf»: Pius Meier (63), Gemeindepräsident von Oberägeri

Der Oberägerer FDP-Gemeindepräsident ist im Frühling schwer an Corona erkrankt. Seine Genesung braucht nach wie vor viel Zeit.

Rahel Hug
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Die Corona-Erkrankung wurde für Pius Meier zu einem Kampf ums Überleben.

Die Corona-Erkrankung wurde für Pius Meier zu einem Kampf ums Überleben.

Bild: Maria Schmid (Oberägeri, 7.12.2020)

«Corona hat im Frühling mein Leben auf einen Schlag verändert: Was mit leichten Symptomen begann, endete in einen Kampf ums Überleben. Intensivstation, künstliche Beatmung, Tiefschlaf. Daran erinnere ich mich nur noch bruchstückhaft. Das Ausmass meiner Corona-Erkrankung wurde mir in Nottwil erstmals bewusst: Die Unterarme konnte ich etwas bewegen, den Kopf auch. Der Rest des Körpers war gelähmt. Die darauffolgende Reha war eine fast nicht zu bewältigende Aufgabe. Ein täglicher Kampf. Doch diesen habe ich gewonnen, vorerst. Aber bis zu meiner vollständigen Genesung steht mir noch ein langer und beschwerlicher Weg bevor. Ich kämpfe mich täglich zurück ins Leben. Physiotherapie, viele Arztbesuche, Untersuchungen im Unispital prägen meinen Alltag. Corona hat nicht nur mein Leben verändert, das Virus prägt es anhaltend – beruflich und privat. Meine Genesung braucht weiterhin viel Zeit. Und die muss ich mir nun nehmen. Das wurde mir Anfang November schmerzlich bewusst.»

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