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«‹Du musst nicht wiederkommen›, hiess es»: Stéphane Lhuissier (49), Chef de Rang, Zürich

Er ist einer von Tausenden aus der Hotellerie, die ihren Job verloren haben. Von der Kündigung erfuhr er am Telefon.

Anna Miller
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Stéphane Lhuissier, Chef de Rang, hat seine Arbeit wegen der Coronakrise verloren.

Stéphane Lhuissier, Chef de Rang, hat seine Arbeit wegen der Coronakrise verloren.

Bild: Severin Bigler / SAW

«Ich habe ein Jahr als Chef de Rang gearbeitet, in einem Fünfsternehotel in Zürich. Ich liebe meine Arbeit, bin seit 28 Jahren in meinem Beruf, er ist ein Teil meines Lebens.

Ich wurde im März plötzlich krank, ich war sehr müde. Ich wäre am Anfang nie auf die Idee gekommen, dass es Corona sein könnte, ich blieb einfach zu Hause und wollte mich auskurieren. Mein Chef erkundigte sich regelmässig und fragte nach mir und meiner Gesundheit, ich schickte die Arztzeugnisse als Bestätigung. Es schien alles ganz normal.

Als ich wieder hätte anfangen sollen, sagte mein Chef am Telefon: Du musst nicht wiederkommen. Per Einschreiben wurde mir die Kündigung nach Hause geschickt. Sie zahlten mir noch zwei Monate mein Gehalt.»

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