Bosnien-Herzegowina

Venedig-Regisseurin: «Völkermord direkt vor europäischen Augen»

HANDOUT - Szene der deutschen Koproduktion «Quo Vadis, Aida?» (undatierte Aufnahme). Der Film wird am 03.09.2020 bei deb 77. Internationalen Filmfestspielen in Venedig im Wettbewerb vorgestellt. Foto: La Biennale di Venezia/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über die Biennale 2020 und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

HANDOUT - Szene der deutschen Koproduktion «Quo Vadis, Aida?» (undatierte Aufnahme). Der Film wird am 03.09.2020 bei deb 77. Internationalen Filmfestspielen in Venedig im Wettbewerb vorgestellt. Foto: La Biennale di Venezia/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über die Biennale 2020 und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Mit ihrem Wettbewerbsbeitrag «Quo Vadis, Aida?» erinnert die in Berlin lebende Regisseurin Jasmila Žbanić beim Filmfest Venedig an das Massaker in Srebrenica. «Srebrenica ist einen 40-minütigen Flug von Wien oder weniger als zwei Stunden von Berlin entfernt, und es ist beängstigend, dass ein solcher Völkermord direkt vor europäischen Augen stattgefunden hat - nachdem wir alle millionenfach wiederholt haben «Nie wieder"», erklärte die 45-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur vor der Premiere ihres Dramas am Donnerstagabend in Venedig.

In «Quo Vadis, Aida?» erzählt die Regisseurin von Aida, die während des Bosnienkrieges als Übersetzerin für die Vereinten Nationen arbeitet. Der Film fokussiert sich auf die Tage im Juli 1995, als fast 8000 Bosnier - vor allem Männer - von Ratko Mladićs Armee ermordet wurden. Die Massaker wurden später als Genozid eingestuft. «Quo Vadis, Aida?» ist eine deutsche Koproduktion.

Žbanić lebt mittlerweile in Berlin, auch wenn sie eigener Aussage nach viel Zeit in Bosnien verbringt. «Berlin ist eine inspirierende Stadt für mich.»

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