Universität Zürich

Uni-Studie: Chef wird, wer eine grosse Klappe hat

Eine Studie der Uni Zürich zeigt auf, dass Angeber eher befördert werden als andere. Wer eine grosse Klappe hat, hat demnach gute Chancen, Chef zu werden.

Wer kennt sie nicht? Die Grossmäuler, die sich für besser halten, als sie tatsächlich sind. Sie sind im Geschäft immer zuvorderst und nerven die Arbeitskollegen andauernd. Das Ärgerlichste daran: Meist sind sie trotzdem erste Wahl, wenn es um die Beförderung geht.

Nun geht Uni-Zürich-Ökonomin Eva Maria Aulich noch einen Schritt weiter: «Studien zeigen, dass diejenigen, die sich für besser halten als sie sind, oft oben auf der Karriereleiter anzutreffen sind», sagt sie gegenüber dem Gratisblatt «20 Minuten».

Der Grund: Selbstüberschätzer werden von ihren Chefs als kompetenter angesehen als ihre Kollegen, die sich weniger gut verkaufen. Sie haben daher grössere Chancen auf eine Beförderung.

Besonders deutlich bätten sich die Auswirkungen von Selbstüberschätzung während der Wirtschaftskrise gezeigt. Aulich hat für ihre eigene Studie knapp 700 Angehörige der Schweizer Armee auf das Phänomen Selbstüberschätzung getestet. Das Militär habe sie deshalb ausgewählt, weil dort regelmässig Beförderungen im grossen Ausmasse durchgeführt werden. (sha)

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