Immerhin sei es schön, auf einer Liste mit 46 weiteren Auserwählten zu sein. "Preise sollte man aber nicht zu ernst nehmen - auch nicht den Nobelpreis. Man ist deswegen nicht der beste Autor der Welt". Von seiner Nomination hat der Thurgauer Autor aus der "NZZ" erfahren, wie er sagt.

Ins Leben gerufen wurde die Auszeichnung von schwedischen Intellektuellen und Buchhändlern, nachdem die Akademie die diesjährige Vergabe des offiziellen Literaturnobelpreises abgesagt hatte. Vorausgegangen war ein Belästigungs- und Korruptionsskandal, welcher zu zahlreichen - freiwilligen und unfreiwilligen - Abgängen von Kommissionsmitgliedern führte.

Leser sind nun bis Mitte August aufgerufen, online abzustimmen. Aus den drei meistgenannten Kandidaten wählt eine fünfköpfige Fachjury dann den Sieger aus. Statt der acht Millionen Kronen (904'000 Franken), mit denen der offizielle Literaturnobelpreis dotiert ist, winken umgerechnet 116'000 Franken. Die Summe ist durch Crowdfunding zusammengekommen.

Auf der Liste stehen neben Peter Stamm unter anderen Margaret Atwood, Paul Auster, Don DeLillo, Ian McEwan, Thomas Pynchon, Amos Oz und die Sängerin Patti Smith.

Dass er der einzige deutschsprachige Nominierte ist, führt Peter Stamm darauf zurück, dass seine Werke in sehr viele Sprachen übersetzt wurden und er deshalb international bekannt sei.

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