«Der aus Asien eingeschleppte Schädling vergrössert sein Siedlungsgebiet jährlich kreisförmig um etwa fünf Kilometer, wie Martin Kündig, Obergärtner am Wallierhof, auf Anfrage erklärt. Seit der ersten Sichtung des Buchsbaumzünslers im Jahr 2007 in Weil am Rhein (D) hat sich der Schädling quasi über die Jurakette in den Kanton Solothurn hinein gefressen. Erste Schäden an Buchskulturen wurden letztes Jahr aus dem Raum Olten, Gösgen Gäu gemeldet. Nun hat der Buchsbaumzünsler den oberen Kantonsteil erreicht, wie Kündig berichtet.

Auch in den Buchsbeständen auf dem Wallierhof in Riedholz versuche sich der Buchsbaumzünsler einzunisten. Meldungen über befallenen Buchs kamen ferner aus Grenchen, Feldbrunnen und Solothurn. Die Bekämpfung des Schädlings muss auf verschiedenen Ebenen geführt werden. Am Wichtigsten ist die Befallsüberwachung, um die Ausbreitung des Schädlings zu begrenzen. Gespinste im Buchs sollten während der ganzen Vegetationszeit herausgeschnitten werden.

Essig und Öl sollen ihn vertreiben

Anstelle von Pflanzenschutzmitteln können die Raupen auch eingesammelt und in Kehrichtsäcken der Verbrennung zugeführt werden. Bei der Verwendung chemischer und biologischer Pflanzenschutzmittel muss intensiv ins Innere der Pflanze gespritzt werden. Eine Beratung im Fachhandel empfiehlt sich.

Ein sehr effektives Hausmittel gegen den Buchsbaumzünsler will ein Zoologe aus Deutschland gefunden haben, wie dieser im Internet behauptet. Der Mann empfiehlt den Einsatz einer wässrigen Mischung aus Weinessig (4 Esslöffel) und Rapsöl (3 Esslöffel), verdünnt mit einem halben Liter Wasser. Diese ölige Mischung in eine Sprühflasche geben und mittels feinem Zerstäuber in den befallenen Bereichen des Buchsbaums spritzen. Bereits zehn Minuten später sollen die Raupen leblos herunter fallen. Zweimal die Woche durchgeführt, soll der Buchs frei von den lästigen Raupen bleiben. Ob diese Methode wirklich funktioniert, ist nicht erwiesen.(eva)