Hirschmann
«Sexuelle Handlung mit einem Kind»: Carl Hirschmann wird erneut angeklagt

Partylöwe Carl Hirschmann hat wieder Ärger mit der Justiz: Neben Körperverletzung und sexueller Nötigung wird ihm jetzt sogar Sex mit einem Kind vorgeworfen.

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Paris Hilton Mit ihr war Hirschmann 2007 liiert. Die beiden feierten oft in Hirschmanns Club Saint German in Zürich.
Whitney Toyloy
Noemi Lenoir

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Limmattaler Zeitung

Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat hat Anklage gegen den Zürcher Jetsetter Carl Hirschmann erhoben. Dem Clubbesitzer werden nebst mehrfacher Körperverletzung und Tätlichkeiten auch sexuelle Nötigung zweier Frauen sowie sexuelle Handlungen mit einem Kind vorgeworfen. Von den Vorwürfen sind insgesamt vier Personen betroffen.

Die Staatsanwaltschaft wirft Hirschmann vor, mit einem unter 16-jährigen Mädchen Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Doch auch wenn der 30-Jährige irrtümlicherweise von einem anderen Alter ausging, hätte er bei pflichtgemässer Vorsicht den Irrtum vermeiden können. Damit drohen Hirschmann bis zu drei Jahren Freiheitsentzug oder eine Geldstrafe.

Weitere Verfahren wegen ungenügender Beweislage eingestellt

Erhoben wurde die Anklage am 30. November beim Zürcher Bezirksgericht, wie die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat am Donnerstag mitteilte.

Die Strafanträge werden anlässlich der Hauptverhandlung vor Gericht gestellt, heisst es weiter. Weitere Verfahren seien wegen ungenügender Beweislage eingestellt worden. oder weil bei Antragsdelikten die Anzeige zurückgezogen worden sei.

Verteidigung: Überhastetes Vorgehen

Hirschmanns Verteidigung bezeichnet die Anklageerhebung als "völlig überhastet und unfertig", wie sie in einer Mitteilung von Hirschmanns Sprecher Max Fischer zitiert wird. Hirschmanns Anwältin kritisiert, entlastendes Material werde unter Verschluss gehalten und ein fachärztliches Gutachten vom Tisch gewischt.

Noch sind laut Mitteilung zwei Ablehnungsbegehren gegen Staatsanwalt Kloiber hängig. Zudem sei ein forensisch-psychiatrisches Gutachten über Carl Hirschmann noch ausstehend. Und schliesslich habe eines der "angeblichen Opfer" eine Desinteresse-Erklärung abgegeben.

Der 30-jährige Hirschmann musste sich in jüngerer Zeit bereits mehrfach vor Gericht verantworten. Mitte Oktober musste er etwa dem Zürcher Bezirksgericht das Versprechen abgeben, er werde die Drohung, seine Ex-Freundin zusammenzuschlagen, nicht wahrmachen.

Zudem wurde der Millionenerbe vom Basler Strafgericht im vergangenen Dezember wegen Körperverletzung und Tätlichkeiten zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Hirschmann zog das Urteil weiter. Weil die beiden Geschädigten ihre Strafanträge zurückzogen, beschloss das Appellationsgericht Basel-Stadt Ende August, das Verfahren einzustellen.

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