Mehr als 1900 Verlage aus 44 Ländern stellen bis zum 8. Dezember ihre Neuerscheinungen in Guadalajara aus. Auf der Messe werde "der Reichtum und die Lebendigkeit der zeitgenössischen israelischen Literatur" gezeigt, kündigte Israels Botschaft in Mexiko an.

Zudem werden am israelischen Stand Faksimiles der Schriftrollen vom Toten Meer und Manuskripte von Albert Einstein ausgestellt. Das israelische Volk sei das Fundament der westlichen Kultur und der jüdisch-christlichen Wertegemeinschaft, sagte der Präsident des Organisationskomitees der Messe, Raúl Padilla López.

Zum Auftakt der Messe wurde dem französischen Lyriker Yves Bonnefoy der mit 150'000 US-Dollar dotierte FIL-Preis für Literatur in romanischer Sprache verliehen. Der 90-Jährige bedauerte, dass immer weniger Lyrik gelesen werde.

"Es ist schade, weil die Hälfte eines Gedichts vom Leser geschrieben wird", sagte Bonnefoy bei der Preisverleihung: "Ohne den Leser gibt es keine Poesie, denn er ist es, der einem Gedicht einen Sinn verleiht, nicht der Autor." Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa sagte, er mache sich um die Zukunft des Buches keine Sorgen.

"Wir sind heute über die Messe gelaufen und ich habe zu meiner Tochter gesagt: "Schau - wie wunderbar - so viele Leute stehen an, nur um an einen Ort zu kommen, an dem es nichts als Bücher gibt"", sagte der peruanische Autor: "Wir müssen uns um die Zukunft der Literatur nicht sorgen. Ohne sie wäre die Welt ein schlechterer Ort."