Theater

Regisseur Milo Rau hat eine Vorliebe für finstere Themen

Hand aufs Herz: Milo Rau geht es auch um die Sache (Archiv)

Hand aufs Herz: Milo Rau geht es auch um die Sache (Archiv)

Den Schweizer Regisseur Milo Rau faszinieren «finstere Theme». «Ich würde sagen, ich kann nicht anders, als mich für sie zu interessieren», sagt er. Zuletzt inszenierte er im Theater Neumarkt in Zürich eine Anklage gegen die Zeitschrift «Weltwoche».

Die Alternative zu den "finsteren Themen" wären klassische Stoffe, sagt Rau im Gespräch mit seiner Cousine Simone Rau, das der "Tages-Anzeiger" am Dienstag veröffentlichte. Schiller oder Shakespeare zu inszenieren, wäre allerdings "kein humanes Leben für mich". Er müsse sich die Themen selber aussuchen, betont Rau.

Ein anderes Reizthema für Milo Rau ist der norwegische Massenmörder Anders Breivik, dessen "Erklärung" er auf verschiedene Bühnen brachte. "Tabuisierte Themen interessieren mich mehr als Themen, die völlig unbestritten sind", sagt der Regisseur. Dass er Breivik, so Simone Rau, "eine Bühne für seine abstrusen Ideen" gegeben habe, stört Milo Rau nicht. Kunst dürfe alles, betont er.

Generell sei zu sagen: "Ich brauche die Spannung, ob ein Projekt klappt oder schiefgeht. Aber daneben geht es mir immer auch um die Sache, das ist völlig klar."

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