Am 4. März wird in Zürich zum 21. Mal der Schweizer Filmpreis Quartz verliehen. Mit insgesamt sieben Nominierungen geht das Pubertätsdrama «Blue My Mind» als Favorit ins Rennen.

Die Marke von sieben Nominierungen haben in vergangenen Jahren zwar auch schon «Die göttliche Ordnung» (2017) und «Der Goalie bin ig» (2014) erreicht.

Doch «Blue My Mind» hat nun als erster Film das Kunststück fertiggebracht, in jeder möglichen Kategorie eine Nominierung einzufahren.

Der Trailer zu «Blue My Mind»

Der Trailer zu «Blue My Mind»

Das Spielfilmdebüt von Lisa Brühlmann ist als bester Schweizer Spielfilm des Jahres nominiert und misst sich in der Königskategorie mit «Dene wos guet geit» von Cyril Schäublin, «Il colore nascosto delle cose» von Silvio Soldini, «Mario» von Marcel Gisler sowie «Tiere» von Greg Zglinski.

«Blue My Mind» wurde ausserdem in den Kategorien beste Hauptdarstellerin (Luna Wedler), beste Darstellung in einer Nebenrolle (Zoë Pastelle Holthuizen), bestes Drehbuch (Lisa Brühlmann), beste Kamera, beste Montage und beste Filmmusik nominiert.

«Blue My Mind» erzählt die Geschichte der 15-jährigen Mia, die darunter leidet, wie stark sich ihr Körper verändert. Und die sich wegen dieses Kontrollverlusts in eine exzessive Lebensweise stürzt – inklusive Drogen, wilden Partys und Sex.

Der Film gewann bereits am Zurich Film Festival drei Preise und trug Lisa Brühlmann letzte Woche am wichtigsten deutschsprachigen Nachwuchsfestival Max Ophüls Preis die Auszeichnung für die beste Regie ein.

Hauptdarstellerin Luna Wedler, Regisseurin Lisa Brühlmann und Nebendarstellerin Zoë Pastelle Holthuizen (von links nach rechts) dürfen sich alle über eine Nomination freuen.

Hauptdarstellerin Luna Wedler, Regisseurin Lisa Brühlmann und Nebendarstellerin Zoë Pastelle Holthuizen (von links nach rechts) dürfen sich alle über eine Nomination freuen.

Brühlmanns Hauptdarstellerin Luna Wedler konkurriert um den Darstellerpreis mit Newcomerin Loane Balthasar («Sarah joue un loup-garou») sowie mit Monica Gubser. Die 87-jährige Zürcherin spielt in Rolf Lyssys Film «Die letzte Pointe» eine Frau, die für ein selbstbestimmtes Ende kämpft, bevor sie auf der Demenzstation landet.

Den Quartz für die beste männliche Hauptrolle machen Max Hubacher («Mario»), Stefan Kurt («Papa Moll») und Sven Schelker («Goliath») unter sich aus.

Auf Darstellerpreise für die beste Nebenrolle dürfen neben Holthuizen auch Jessy Moravec («Mario») und Mona Petri («Tiere») hoffen – wie schon letztes Jahr drei Frauen in dieser an sich geschlechtsunspezifischen Kategorie.

Das Bundesamt für Kultur hat im Rahmen der Solothurner Filmtage, wo die Nominierungen gestern Abend bekannt gegeben wurden, angekündigt, die Kategorien beim Schweizer Filmpreis auf 2019 hin überdenken zu wollen.