Lettland

Neuer Konzertsaal in Riga an historischem Ort

Das Gebäude des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetrepublik, das heute unter dem Namen «World Trade Center» als Bürogebäude genutzt wird. Das Gebäude soll abgerissen werden, um hier eine neue Konzerthalle zu erreichten. Foto: Alexander Welscher/dpa

Das Gebäude des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetrepublik, das heute unter dem Namen «World Trade Center» als Bürogebäude genutzt wird. Das Gebäude soll abgerissen werden, um hier eine neue Konzerthalle zu erreichten. Foto: Alexander Welscher/dpa

In Lettland hat die Regierung den Bau einer neuen Konzerthalle beschlossen. Der akustische Saal in der Hauptstadt Riga soll am Standort des früheren Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetrepublik Lettland entstehen.

Dazu soll der 1974 zu Sowjetzeiten errichtete Bau, der heute unter dem Namen "World Trade Center" als Bürogebäude genutzt wird, abgerissen werden. Dies berichtete die Tageszeitung "Diena" am Mittwoch.

Kulturminister Nauris Puntulis bezeichnete die Entscheidung als "historisch". Das Projekt werde ein neues Kapitel in der Entwicklung des Kultursektors, Baugewerbes und verwandter Industrien in Lettland aufschlagen und einen starken Impuls für die Kreativwirtschaft setzen. Der frühere Opernsänger äusserte die Hoffnung, dass das erste Konzert im neuen Saal in sechs bis sieben Jahren stattfinden könnte.

In Lettland, das 1991 seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion wiedererlangte, wird bereits seit fast 20 Jahren über den Bau eines modernen akustischen Konzertsaals für symphonische Musik diskutiert. Für den Konzertsaal soll dem Bericht zufolge ein internationaler Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden.

Mit der Demontage der einstigen Parteizentrale könnte demnach bereits im Frühjahr 2021 begonnen werden. "Wir befreien uns von einem Gebäude, das bei vielen vielleicht nicht die besten Assoziationen erweckt", sagte Regierungschef Krisjanis Karins am Dienstagabend im Fernsehen.

Mehrere Architekten und Gegner des Projekts dagegen kritisieren, dass mit dem Abriss des ungeliebten historischen Erbes ein Beispiel der sowjetischen modernistischen Architektur in Lettland zerstört werde.

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