Gebrauchsgrafik

Nationalmuseum wird Partner der Swiss Graphic Design Foundation

Das Nationalmuseum und die Swiss Graphic Design Foundation arbeiten zusammen (Archiv)

Das Nationalmuseum und die Swiss Graphic Design Foundation arbeiten zusammen (Archiv)

Die wichtigsten Werke der Schweizer Grafikdesigner sollen dokumentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zu diesem Zweck arbeiten die Swiss Graphic Design Foundation (SGDF) und das Schweizerische Nationalmuseum (SNM) in Zürich zusammen.

Die SGDF und das SNM regeln mit einem Kooperationsvertrag eine neue Form der Zusammenarbeit, wie sie am Montag mitteilten: Die SGDF sichere Bestände von bekannten und wichtigen Grafikern und das SNM integriere die Gebrauchsgrafik in die nationale Sammlung. Diese soll nicht allein mit Ausstellungen, sondern auch im neuen Studienzentrum des geplanten Erweiterungsbaus zugänglich sein.

"Die hochstehende Gebrauchsgrafik der Schweiz ergänzt den Bestand der Grafischen Sammlung am Nationalmuseum in idealer Weise", schreiben die Stiftung und das Nationalmuseum: Graphic Design Dokumente seien "hervorragende" Zeitzeugen.

Das Schaffen der Schweizer Gebrauchsgrafik geniesse seit den 1920er Jahren weltweit ein hohes Ansehen und gehöre zum kulturellen Erbe der Schweiz, halten SGDF und SNM fest. Auch junge Grafiker könnten von der Sammlung profitieren.

50 Grafiker angefragt

Die SGDF hat 50 Gestalter ausgewählt und angefragt, ob sie bereit sind, ihr Schaffen dem Schweizerischen Nationalmuseum zu übergeben. Auch Nachkommen verstorbener Grafiker seien kontaktiert worden, heisst es weiter.

Bereits für das Nationalmuseum vorbereitet hat die SGDF das Lebenswerk von Odermatt + Tissi, von Jörg Hamburger sowie den Nachlass von Gerard Miedinger.

2011 will die Stiftung die nächsten zugesagten Oeuvres bearbeiten, darunter das des Banknotengestalters Ernst Hiestand sowie den Nachlass des Berner Meisters Kurt Wirth mit seinen Arbeiten für Swissair.

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