Kultur

Nathalie Schmid lässt sich vom Mundartwort «Holderbluest» zu einem Gedicht inspirieren

Die Lyrikerin Nathalie Schmid.

Die Lyrikerin Nathalie Schmid.

Vom Mundartwörterbuch zu Literatur: Nathalie Schmid gerät beim Holderbaum ins Philosophieren.

Mer send drü Generatione Fraue

wo do spaziere of em Chornbärg

zwösche de Grüsch vo de Amsle

ond em Liecht im Blätterdach.

Am Wägrand streife mer

e Holderbluest nach de andere

mett onzählige chline Stärne

wie d’ Kristall vo Zucker oder

Stickereie of emene choschtbare Stoff.

Wiiter vore gsämmer en Ameissihuufe

chli versteckt im Ghölz.

Jedi vo eus

hett scho mol driigstoche zom luege

wie sechs bewegt ond jedi vo eus

hett scho mol öppis Verbotnigs gmacht

aber amene bestemmte Ponkt

werd d’ Erennerig gärn stell.

Mer send e Chetti vo Ereignis

e Verbendig inere Gschecht

mer wösse om die guete Geischter

im Holderbaum

ond dass es es Tor gett

för de langi Wäg zrogg.

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