Angetreten waren an dem zweitägigen Anlass in Athen Musiker aus 27 Ländern. Abstimmen konnte das TV- und Internet-Publikum per SMS. Neben zustimmenden Voten ("Like") waren Contra-Stimmen ("Unlike") möglich, von denen die jungen Freiburger, die mit dem Song "Not Strong Enough" antraten, denn auch einige erhielten.

Loraine Cotting hatte bereits im Vorfeld befürchtet, dass ihr Beitrag für den Pop-Wettbewerb "zu jazzig" sein könnte. Gelohnt hat sich die Reise - "eine grossartige Erfahrung" - für die Sängerin trotzdem, wie sie am Samstag der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Mit dem französischen Filmkomponisten Eric Serra aus dem Team von Luc Besson ("Fifth Element") lernte Cotting einen der prominenten Aushängeschilder des Anlasses persönlich kennen.

Gewinner der Show und des stattlichen Hauptpreises von 100'000 Euro plus Plattenvertrag wurde die zyprische Band The Secret, die mit der gefälligen Ballade "In The Arms Of My Angel" aufwartete.

Griechische Koalition

Nach Angaben der Organisatoren wurde die Show von TV-Sendern in Weissrussland, der Ukraine, Armenien, Serbien, Zypern sowie von der privaten griechischen Station ANT 1 übertragen. Ausserhalb der erwähnten Länder konnte die Gala ihr Publikum nur online finden. Stimmen für das eigene Land waren gemäss Regelwerk nicht zulässig.

Das Resultat scheint ebenso politisch gefärbt wie jeweils beim ESC, wo Zypern und Griechenland eine stabile Koalition bilden. Schlecht erging es den Rivalen: Der türkische Vertreter Teoman Nazif musste zahlreiche "Unlike"-Stimmen in Kauf nehmen und kam auf Platz 25.

Ganz am Schluss der Tabelle finden sich das turksprachige Aserbaidschan sowie Slowenien. Gut lief der erste Eurovoice-Wettbewerb für Grossbritannien. Kein Wunder: Die Sängerin Marlain Angelides, die in Athen den Silberplatz erreichte, hatte 1999 Zypern beim Eurovision Song Contest vertreten.