Eine Platte schneiden, das heisst, eine Tonrille in den Acetat-Lack einer Platte zu ritzen. Das macht der Berner Adi Flück in seinem Studio. 

Flück ist Schallplatten-Mastering-Ingenieur, die Maschinen mit denen er arbeitet, sind aus den 70er-Jahren. Was wie ein Hobby klingt, ist in der Musikbranche tatsächlich immer noch Alltag. Oder eben wieder.  

Musik für die Ewigkeit

CDs sind kostengünstiger, ihre Lebensdauer beträgt nur 20 Jahre. Das ist ein Grund, weshalb Schweizer Musiker wie Yello, Züri West oder Fai Baba bei Adi Flück eine Platte aufnehmen.

Einer von ihnen ist auch Musiker und Label-Besitzer Beat Zeller alias «Beatman». «Mir geht es dabei nicht um einen nostalgischen Ton», sagt er. «Mir geht es bei der Schallplatte vor allem um das Überliefern eines Tondokuments, das nicht nur zehn oder fünfzehn Jahre anhält, sondern über Generationen.»

Handwerk der Zukunft

Die ehemalige Generation der Schallplattenschneider ist heute über 70 Jahre alt. «Ich gehöre zu einer neuen, jungen Generation, die dieses Handwerk in die Zukunft trägt», sagt Adi Flück. Er rechnet also noch lange nicht mit dem Aussterben der Schallplatten. (sda/smo)