Lockstoff
Vor dem Heimpublikum sind Lockstoff besonders nervös

Bereits zum sechsten Mal gibt es «Musig i de Altstadt» in Aarau. In Restaurants, Bars und in der Markthalle spielen Musiker der verschiedensten Stilrichtungen. Von volkstümlich bis Rock wird es alles zu hören geben, zudem finden Tanzshows statt.

Andrea Marthaler
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Vor dem Heimpublikum sind Lockstoff besonders nervös

Vor dem Heimpublikum sind Lockstoff besonders nervös

Wenn Lockstoff am Freitag bei «Musig i de Altstadt» auftreten, ist dies keine Überraschung. Schliesslich ist Aarau für die Rupperswiler praktisch ihre Heimat. Bereits zum dritten Mal stehen sie bei diesem Anlass auf der Bühne. «Schön ist, dass man extrem viele Darbietungen auf engem Raum findet», sagt Thomas Garcia, Sänger der Band. «Es spricht alle Geschmäcker an und belebt die Altstadt.» Nicht nur als Musiker, sondern auch als Zuhörer wird Lockstoff an den Konzerten sein. «Dies ist für mich ein Anlass, um verschiedene Sachen herauszupicken und diese in Ruhe zu hören. Ich finde es toll, dass das Programm so vielschichtig ist.»

Vor dem eigenen Auftritt ist Garcia aber, gerade weil es in seiner heutigen Wohngemeinde ist, doppelt nervös. «Alle kennen einen. Das ist viel anspruchsvoller, denn dann habe ich das Gefühl, ich müsse es besonders gut machen.» Schliesslich ist das Publikum viel kritischer, wenn es die Songs schon kennt. Und das Feedback kommt viel direkter.

Angst vor dem Auftritt brauchen Lockstoff aber nicht zu haben. Sie haben viele neue Songs im Repertoire und können dem Publikum einiges bieten. Am 24. September veröffentlichen sie ihr neues, viertes Album. Bereits konnten sie die neuen Songs ein paar Mal vor Publikum testen. «Sie sind sehr gut angekommen», sagt Garcia. Es sei zwar so, dass die bekannten Songs mehr Stimmung erzeugten, da diese das Publikum sofort reinzögen. Trotzdem seien sie zufrieden, wie die Leute auf die neuen Songs reagiert hätten.

Diese klingen etwas anders als die bisherigen Lieder von Lockstoff. Zu den poppigen Klängen experimentierte die Band mit Elementen aus der elektronischen Musik. So sind künftig Synthesizer fester Bestandteil auf der Bühne, wobei immer noch der grösste Teil der Musik live auf den Instrumenten gespielt wird. Das Ergebnis lässt aufhorchen: «Wir machen tanzbare Musik in Mundart.» Eben immer noch Lockstoff, aber überraschend.

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