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TinkaBelle: «Ich liebe es im Moment zu leben und zu geniessen»

TinkaBelle

TinkaBelle

Die Schweizer Sängerin TinkaBelle mit ihrem neuen Video "The Man I Need"

2011 ist TinkaBelle der Durchbruch gelungen. Im Gespräch mit der az blickt sie zurück, aber vor allem in die Zukunft. Im Interview erklärt sie, warum sie noch nicht an die Familienplanung denkt.

Ein gutes neues Jahr! Gut gerutscht?

TinkaBelle: Wir waren über die Festtage zu Hause und endlich hatte ich mal Zeit, neue Songs zu komponieren. Dann haben wir in Schwarzenburg noch ein Konzert gegeben und waren an Silvester am Spengler-Cup-Final in Davos.

Oh, Sie sind ein Hockey-Fan?

Fan nicht gerade, aber hin und wieder gehe ich gern an Hockey-Matches. Das ist doch lustig.

Wie stehts mit Vorsätzen für 2012?

Nein, das mache ich nie. Ich liebe es, im Moment zu leben und die Dinge zu geniessen, die gerade passieren. Ich bin nicht so gut darin, mich an Richtlinien zu halten.

Dann schauen wir zurück. Das letzte Jahr war für TinkaBelle sehr erfolgreich. Wie ist Ihre Bilanz?

Wir haben den Durchbruch geschafft und haben von unserem Debutalbum «Highway» 17000 Einheiten verkauft und Goldstatus erreicht. Es war für mich das spannendste Jahr. Wahnsinn, was alles passiert ist. Von mir aus könnte es ruhig so weitergehen.

Es kommt noch weiterer Lohn. Nach 77 Bombay Street ist TinkaBelle die zweiterfolgreichste Schweizer Newcomer-Band. Damit sind Sie automatisch für die Swiss Music Awards nominiert.

Was? Hammer! Das wusste ich ja noch gar nicht.

Es wurde auch noch nicht kommuniziert, müsste aber schon so sein. Doch zuerst beenden Sie in Baden ihre Clubtour. Wie war sie?

Wir waren ab Oktober unterwegs, haben acht Konzerte gegeben und alle waren super. Absolutes Highlight war das Konzert im Kofmehl in Solothurn, wo sich zwischen Publikum und Band eine ganz spezielle Magie entwickelt hatte.

Wie hat sich der Erfolg auf Ihr Privatleben ausgewirkt?

Mein Leben ist spannender geworden, ich erlebe mehr. Persönlich glaube ich, habe ich mich nicht verändert.

Können Sie von der Musik leben?

Teilweise. Im Moment gebe ich an drei Musikschulen Gesangsunterricht. Das entspricht einem 50-Prozent-Pensum. Als zweites Standbein gibt es mir etwas Sicherheit und Freiheit. Ich möchte die Freude an der Musik behalten und nicht des Geldes wegen Musik machen. Umgekehrt ist die Doppelbelastung manchmal schon sehr gross, und mehr als einmal musste ich den Goodwill der Schule in Anspruch nehmen. Wenn es irgendwie geht, möchte ich aber weiter unterrichten. Ich schaue jetzt einfach mal, wie sich meine Karriere entwickelt. Im Pop-Geschäft weiss man ja nie.

Ist das Drumherum auch schon zu viel geworden?

Es gab schon Phasen, in denen es krass war. Zuerst Konzert, dann für einen Video-Dreh nach Los Angeles, sofort wieder zurück für das nächste Konzert, Promo, Interviews. Manchmal bin ich schon an meine Grenzen gestossen. Das ist aber auch eine gute Erfahrung und hat auch seinen Reiz. Ich geniesse den Rummel, mag es, wenn etwas läuft.

Wie geht es musikalisch weiter?

Anfang Februar folgt Art On Ice, wo wir zusammen mit Mick Hucknall, dem Sänger von Simply Red, musikalischer Act sind. Danach gehen wir mit Vollgas ans Komponieren, Arrangieren und Texten von neuen Songs, damit wir im Mai und Juni die Songs aufnehmen können. Das neue Album ist für Herbst geplant.

Das ist die musikalische Planung. Wie stehts mit der Familienplanung?

(lacht laut) Nein, das ist überhaupt kein Thema. Ich habe so grosse Freude an der Musik, am Erfolg. Das möchte ich jetzt in vollen Zügen geniessen. Alles andere ist zweitrangig.

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