Unfall

Tenor Salvatore Licitra nach Unfall auf der Intensivstation

Salvatore Licitra während einer Probe (Archiv)

Salvatore Licitra während einer Probe (Archiv)

Der in Bern geborene italienische Tenor Salvatore Licitra ist bei einem Verkehrsunfall auf Sizilien schwer verletzt worden und kämpft mit dem Tod. Der 42-Jährige liegt im Spital Garibaldi in Catania, wo er operiert wurde, wie es auf seiner offiziellen Website heisst.

Der 1968 geborene Sänger wurde in italienischen Medien als der neue Pavarotti gehandelt. Er war in der Provinz Ragusa auf Sizilien, um einen Preis in Empfang zu nehmen. "Sein Zustand ist unverändert, äusserst gravierend", erklärte der Chefarzt der Intensivstation des Hospitals, Sergio Pintaudi, der Nachrichtenagentur Ansa am Montag.

"Licitra hat eine sehr robuste Konstitution und kämpft wacker", sagte Pintaudi. Die Gehirnschäden seien aber sehr schwerwiegend, der Patient mache eine "in jede Richtung offene Entwicklungsphase durch".

In Mauer gefahren

Der Unfall hatte sich am späten Samstagabend ereignet. Gemäss Medienberichten war der Tenor mit einem Motorroller in der Nähe von Ragusa in eine Mauer gefahren. Er habe keinen Helm getragen und sich durch den Aufprall ein schwerstes Schädeltrauma und Verletzungen im Gesicht sowie am Brustkorb zugezogen.

Licitra lag im Koma, als er per Helikopter ins Spital geflogen wurde. Seine 29-jährige chinesische Begleiterin auf der Vespa wurde lediglich leicht verletzt. Sie soll einen Helm getragen haben.

Die bevorzugten Partien des Tenors stammen aus den Opern von Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini. Den internationalen Durchbruch schaffte Licitra 2002, als er kurzfristig für Pavarotti an der New Yorker Metropolitan Opera als Cavaradossi in Puccinis "Tosca" einsprang und das Publikum zu Ovationen hinriss.

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