Neues Album
Stress: «Winkelried ist der Batman der Schweiz»

Auf dem Cover von Stress' neuer CD ist die Schlacht von Sempach abgebildet. Winkelried sei der Batman der Schweiz, sagt der Musiker - weil er für die gerechte Sache gekämpft habe.

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Stress

Stress

Alex Spichale

Er habe das Cover gegenüber dem Original bewusst verändert, um sich gegen die politische Rechte abzugrenzen, sagte Stress der Zeitung «Der Sonntag».

Die Schlacht von Sempach nach Stress

Die Schlacht von Sempach nach Stress

Zur Verfügung gestellt

«In unserer Schweiz kämpfen Schwarze und Frauen. Es ist meine Schweiz, die multikulturelle Schweiz. Ich bin gebürtiger Este und Secondo, aber ich liebe die Schweiz. Seit Generationen leben hier Ausländer, die sich auch für die Schweiz eingesetzt haben. Die reine Schweiz gibt es schon lange nicht mehr und sie zu schützen, ist eine Illusion», so der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Andres Andrekson heisst.

Stress zur Trennung

«Es ist gar nicht so schlimm, weil ich ja nichts dazu sage. Das war eine bewusste Entscheidung von mir. Würde ich mich äussern, würde ich viel zu viel Energie verlieren. Das will ich nicht und kann ich mir vor dem Album-Release auch nicht leisten. (…) Wir haben das Recht, nichts zu sagen. Melanie und ich haben in der ganzen Zeit nie Privates preisgegeben. Wenn wir in den Medien waren, war es in Zusammenhang mit einem Anlass. Unsere Wohnungstür blieb für die Öffentlichkeit geschlossen. Unsere Beziehung blieb privat, deshalb bleibt auch die Trennung unser privates Geheimnis.»

Winkelried habe auch eine Bedeutung für die heutige Zeit. «Er ist der Batman der Schweiz. Er und seine Eidgenossen haben für ihre gerechte Sache, für ihre Überzeugung gekämpft und haben sich nicht in ihr Schneckenhaus zurückgezogen», erklärt Stress.

Im Gegensatz zur offiziellen Schweiz, die sich heute hinter dem Status der Neutralität verstecke. Das widerspreche der Einstellung der heutigen Jugend. «Das Abseitsstehen der Schweiz finden sie falsch und die selbst verordnete Neutralität feige. Sie wollen sagen, was sie denken, woran sie glauben, und wollen auch für ihre Überzeugung kämpfen.»

Das müsse ja nicht gleich mit Hellebarde und Morgenstern sein, meint Stress. «Aber Leute aus meiner Generation können sich mit der Situation von 1386 identifizieren.» (rsn)

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