Murikultur

Sponsoren erkennen Marke Murikultur als ernst zu nehmend an

Murikultur bietet im und ums Kloster Musik, Museen, Ausstellungen sowie Literatur und Theater.murikultur/ho

Murikultur bietet im und ums Kloster Musik, Museen, Ausstellungen sowie Literatur und Theater.murikultur/ho

Dank den kantonalen Betriebsbeiträgen konnte die Professionalisierung bei Murikultur in verschiedenen Bereichen intensiviert werden. Bei Murikultur wirken 114 Personen mit, wovon 90% ehrenamtlich arbeiten. Eine Murianer Eigenart und Einzigartigkeit.

Der Freiämter Leuchtturm in Boswil, das Künstlerhaus, ist hoch, strahlt bis weit ins Land und setzte vor wenigen Wochen neue Zeichen mit geplanten Erweiterungsarbeiten für fast acht Millionen Franken.

Wenige Kilometer hinter Boswil aber – oder je nach Annäherung: vor Boswil! – steht gleich ein zweiter Aargauer Leuchtturm, ein durchaus schillernder: Murikultur. Die Musik spielt wie in Boswil eine wichtige Rolle, aber nicht nur.

Dank den kantonalen Betriebsbeiträgen konnte die Professionalisierung in verschiedenen Bereichen intensiviert werden. Die seit 1969 bestehende Kulturstiftung St. Martin wurde 2011 in Stiftung Murikultur umbenannt.

Gleichzeitig erfolgte die Integration der seit 1971 bestehenden Konzertreihe Musik in der Klosterkirche. Die strategische und operative Ebene wurden getrennt und damit Strukturen geschaffen, die es Murikultur ermöglichen, das vielfältige Angebot von Musik, Museen und Ausstellungen sowie Literatur und Theater effizient und professionell zu führen.

Neues Geld, neues Gesicht

Es gab viel zu tun, aber gemeinsam mit Fachleuten wurde unter der Leitung von Urs Pilgrim, Präsident der Stiftung Murikultur, ein neues Marketing- und Kommunikationskonzept erarbeitet, das zu einem neuen Marktauftritt führte: Corporate Design, Website, Programmhefte, Briefschaften und Mailings haben ein neues Gesicht bekommen.

Medienpartnerschaften und intensivierte Promotion stärken die öffentliche Wahrnehmung. Dank den Betriebsbeiträgen konnte auch für die Geschäftsführung eine bezahlte 50%-Stelle geschaffen werden.

Die seit Mai 2012 unter professioneller Leitung der Kulturmanagerin Andrea Freund steht. Bei Murikultur wirken 114 Personen mit, wovon 90% ehrenamtlich arbeiten. Eine Murianer Eigenart und Einzigartigkeit. Die verbleibenden 10 bezahlten Stellen sind alles Teilzeitpensen.

Zu den Neuerungen gehört auch ein optimiertes Raumangebot: Erreicht wurde es durch Hinzumieten von Ausstellungsflächen im Singisenflügel des Klosters Muri. Alljährliche gibt es auch Murikultur-Tage – ein ressortübergreifender Anlass jeweils am ersten Wochenende nach dem Bettag zur Stärkung der Marke Murikultur.

Die Anstrengungen haben viel bewirkt. Durch die verbesserte öffentliche Wahrnehmung erreichte man höhere Besucherzahlen in verschiedenen Ressorts. Doch nicht nur das, auch die Sponsoren erkannten dank der Marke Murikultur einen ernst zu nehmenden Partner.

Am bedeutendsten war die Gewinnung der Dr.-Franz-Käppeli-Stiftung für das neue Klostermuseum und für weitere Projekte, in den nächsten Jahren erhält man 6,5 Millionen Franken.

Damit ist es nicht getan. In Absprache mit der Geschäftsführerin und der Geschäftsleitung hat der Stiftungsrat eine Gesamtstrategie für die kommenden Jahre entwickelt.

Geschäftsführerin Andrea Freund dazu: «Murikultur will auch in Zukunft die Bedingungen für eine kantonal bedeutende Kulturinstitution erfüllen. In allen Tätigkeitsbereichen von Murikultur sollen weiterhin kulturelle Angebote von herausragender Qualität und gesellschaftlicher Relevanz realisiert werden. Murikultur verfolgt die Vision, als lebendige, lokal verwurzelte und überregional bedeutende Kulturinstitution in der ganzen Schweiz bekannt zu werden.»

100 Anlässe pro Jahr

Der «courant normal» umfasst 100 Anlässe pro Jahr – rund 60 Konzerte und 40 Anlässe im Bereich Ausstellungen, Literatur und Theater. Dieses Angebot soll in den Bereichen Musik, Literatur und Theater nicht wesentlich ausgeweitet werden, meint Andrea Freund.

«Bedeutende Entwicklungsschritte sind aber im Bereich Museen und Ausstellungen geplant. 2014 wird das neue Klostermuseum mit einem Besucherzentrum eröffnet. Wenn alles klappt wie geplant, folgen 2015/2016 die Neugestaltung des Caspar-Wolf-Kabinetts und der Ausstellungsräume.»

Neben dieser Ausweitung überraschte man diese Tage mit «The Muri Competition», ein international bedeutender Oboen- und Fagottwettbewerb. Im August folgt «Musik der Habsburger» in der Klosterkirche mit dem szenischen Oratorium «La Vita nella Morte» von Antonio Draghi. Im Sommer 2014 soll es ein Freilichttheater geben, noch im Frühherbst 2013 die 2. Murikultur-Tage.

Das zugesprochene Geld, 150'000 Franken, reicht allerdings nicht für richtig grosse Sprünge. «Es konnte aber ein solides Fundament geschaffen werden, welches die Realisierung eines qualitativ hochstehenden, vielfältigen Angebots in den drei Hauptbereichen Musik, Museen und Ausstellungen, Literatur und Theater ermöglicht.» Ein Blick ins Programm lohnt sich allemal.

Informationen: www.murikultur.ch

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