Die Schotten von Nazareth, die Headliner vom Mittwoch, sind die Lokomotiven des Festivals wie vor ihnen Status Quo, Uriah Heep oder Texas. 1968 gegründet, ist die Band bis heute kontinuierlich aufgetreten. Sie hat um die 30 Alben veröffentlicht und mit "Love Hurt" und "Dream On" zwei Welthits geliefert.

Am Sonntag, traditionell Familientag am Sierre Blues, präsentiert Henri Dès sein Kinderlieder-Programm. Der Westschweizer, der schon 50 Jahre im Geschäft ist, wird der Liebling des Schlusstags sein wie letztes Jahr Bastian Baker.

Zwischen diesen Extremen ist das Programm sehr bluesig. Die meisten der rund 20 Gruppen, die auf den beiden Bühnen auftreten, haben schon weltweit Preise erhalten: bei der Blues Challenge Memphis etwa, der European Blues Challenge, den Blues Grammy Awards oder dem Swiss Blues Award.

Stammgast Sowers

Die amerikanische Singer/Songwriterin Davina Sowers ist in Sierre eine alte Bekannte. Sie trat an der ersten Ausgabe des Festivals auf. Das war ihr erstes Konzert in Europa. Seither bindet sie Sierre Blues in ihren Festivalkalender ein und hat bisher keine Ausgabe ausgelassen.

Sie wird nicht nur am Festival auftreten, sondern auch "off", in der Stadt, auf den Terrassen der Restaurants zur Apéro-Stunde. Weil sie die Nähe zum Publikum mag, sind ihr die "Off"-Auftritte mithin die liebsten. Die Organisatoren des Sierre Blues haben Sowers, deren Karriere sie in Europa lanciert haben, zur Schirmherrin des Festivals ernannt.

Das Wetter verspricht Gutes. Die Organisatoren sind guter Hoffnung, dass das Festival ausnahmsweise regenfrei bleibt. Sie erwarten, die Marke von 20'000 Gästen zu erreichen.

http://www.sierreblues.ch