Musik

Seven entfacht eine alte Liebe neu

Der Schweizer Soulsänger Seven startet mit seinem Album «Unplugged» durch

Der Schweizer Soulsänger Seven startet mit seinem Album «Unplugged» durch

Der Schweizer Soulsänger startet mit dem Album «Unplugged» in eine neue Ära Pop. Es ist das erste auf dem Major-Label Sony Music, mit dem der 32-jährige Sänger einen internationalen Vertragsdeal abgeschlossen hat.

Es ist die Woche von Seven: Diesen Freitag schliesst der Aargauer Soulsänger sein «Like A Rocket»-Projekt am Festival jazznojazz in Zürich in der grossen Formation ab. Eine Ära wird abgeschlossen, eine neue beginnt. Denn am gleichen Tag erscheint sein neues Album «Unplugged». Es ist das erste auf dem Major-Label Sony Music, mit dem der 32-jährige Sänger einen internationalen Vertragsdeal abgeschlossen hat. Offiziell getauft wird das neue «Baby» einen Tag zuvor im Restaurant Einstein in Aarau, wo Seven zum ersten Mal sein Projekt live, mit einer neuen Band präsentiert.

Interaktives Online-Konzert

Eine weitere Premiere findet am Freitag um 12.30 Uhr auf Sevens Homepage www.sevensoul.ch statt. Seven gibt dort mit seiner Band ein Online-Konzert. Das Spezielle daran: Es ist interaktiv. Seine Fans können über Facebook (www.facebook.com/sevensoul) das Programm bestimmen und Fragen stellen, die Seven zwischen den Songs beantworten wird.

Im neuen «Unplugged»-Programm serviert Seven die zwölf besten Songs der letzten zehn Jahre in einem neuen Kleid. Seven erklärt der az: «Die Originalsongs waren zum Teil komplett elektronisch instrumentiert und haben auch davon gelebt.» Für «Unplugged» haben Seven und sein Co-Produzent und Bassist Philipp Schweidler jeden Song «frisch beleuchtet». Mit dem Ziel, «die Seele des Songs, den Kern, herauszuschälen». Dazu wurden die Arrangements stark reduziert und mit akustischen Instrumenten neu eingespielt. «‹Unplugged› ist auch ein Zurück zum Handwerk», sagt der Schweizer Vorzeige-Soulsänger weiter. «Die Musik soll ehrlich und roh rüberkommen. Ich selbst singe ruhiger und entspannter als sonst.»

Entstanden ist nicht einfach ein zusammengewürfeltes Best-of-Album, sondern ein in sich geschlossenes, reifes Soulalbum, das den Geist des Seventies-Souls atmet. Dabei werden gerade die Fähigkeiten und Stärken des Sängers deutlicher: die grossartige Phrasierung sowie der virtuose Wechsel zwischen Bauch- und Kopfstimme.

«Zehn Jahre lang spielte ich auf grossen Bühnen mit grossen elektrischen Bands», sagt Seven. Auf seiner kürzlichen Kleintheatertour hat er den Reiz des Kleinen, Akustischen und Intimen wiederentdeckt und damit «eine alte Liebe neu entfacht».

Band mit Jazzern und Streichern

Erneuert wurde auch die Band. Für das akustische Projekt konnte Seven ein Streicherquartett mit dem Cellisten Daniel Pezzotti sowie den Jazzpianisten Jean-Paul Brodbeck gewinnen. Beide gehören in der Schweiz zu den Besten auf ihren In-strumenten. «Für meine Band ist nur das Beste gut genug», sagt Seven stolz. Brodbeck gibt im «Einstein» seinen Einstand in der Band, Pezzotti und das Streichquartett in der Konzertreihe vom 17. bis zum 29. November in der Giesserei in Emmenbrücke. «Unplugged» bedeutet aber nicht die Abkehr vom elektrischen Seven in der Grossformation, sondern die Geburt eines neuen, zweiten Seven-Projektes.

Und was tut sich in Deutschland? «Wir sind in die operative Phase getreten», sagt Seven. Es hat sich seit dem Abschluss des Deals ein deutsches Team geformt, das den Schweizer auf dem Weg nach Deutschland begleitet und unterstützt. Das Album «Like A Rocket» erscheint in Deutschland im Frühling oder im Herbst.

CD Seven: Unplugged. Sony. Wird am 29. Okt. veröffentlicht.

Live Live im «Einstein»: Promi-Talk und Konzert am 28. Okt. ab 19.30 Uhr. Eintritt gratis. 17. bis 29. Nov. in der Von-Roll-Giesserei in Emmenbrücke.

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