Ob einige Bands, die am Freitagabend nicht spielen konnten, noch auftreten können, wird demnach geprüft. "Wir werden sehen, ob wir Möglichkeiten haben, Auftritte nachzuholen", sagte Lieberberg. Unter anderem der Auftritt von Rammstein, einer der Topacts des Festivals, war ausgefallen.

Lieberberg dankte den Sicherheitsbehörden und lobte besonders die Disziplin der Festivalbesucher. "Wir haben hier auch ein Zeichen für unsere Kultur gesetzt", sagte er.

Drei vorübergehende Festnahmen

Im Zusammenhang mit der möglichen Terrorgefährdung nahm die Polizei drei Personen vorläufig fest. Sie werden den Ermittlern zufolge der hessischen Salafistenszene zugerechnet. Inzwischen habe sich die Verdachtslage deutlich relativiert. Die Personen seien am Samstagmorgen wieder auf freien Fuss gesetzt worden.

Nach ersten Erkenntnissen hatte mindestens eine der Personen über eine der eingesetzten Firmen Zugang zu sicherheitsrelevanten Bereichen.

Die Polizei hatte bei ihren Durchsuchungen auf dem Festivalgelände in der Eifel keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Es seien unter anderem die Bühnenbereiche und andere Eventflächen abgesucht worden, sagte ein Polizeisprecher.

Für die Sicherheit des Festivals ist ein Grossaufgebot der Polizei im Einsatz. Rund 1200 Polizisten wurden an den Nürburgring geschickt. Das Sicherheitskonzept war nach dem Terroranschlag auf ein Konzert in Manchester vor anderthalb Wochen noch einmal überprüft worden.