Konzertgebäude

Rechtsstreit um Salle Modulable wird nach Bermuda verlegt

So könnte die Salle Modulable in Luzern aussehen - doch vorerst geht der Streit um deren Finanzierung in eine weitere Runde (Symbolbild)

So könnte die Salle Modulable in Luzern aussehen - doch vorerst geht der Streit um deren Finanzierung in eine weitere Runde (Symbolbild)

Die juristische Auseinandersetzung um das Projekt einer Salle Modulable in Luzern wird nun nach Bermuda verlegt. Die Stiftung Salle Modulable (SMF) begrüsst das von Butterfield Trust angestrebte Verfahren und verzichtet auf eine Klage in der Schweiz.

Das Projekt eines flexiblen Saales für das zeitgenössische Musiktheater (Salle Modulable) nahm Gestalt an, als 2007 der Mäzen Christof Engelhorn dafür 120 Millionen Franken zusicherte. Nach dem Tod Engelhorns im August 2010 verabschiedete sich der zur Verwaltung eingesetzte Butterfield Trust vom Projekt und zog das Geld zurück.

Die SMF beschritt daraufhin den Rechtsweg, um das Geld einzufordern. Es geht dabei um 114 Millionen Franken. Rund 6 Millionen Franken waren bereits in die Projektierung der Salle Modulable geflossen. Bei der Verhandlung vor der Friedensrichterin in Luzern im vergangenen Juli kam keine Einigung zustande.

Die Stiftung kündete daraufhin an, sie werde eine Klage gegen den Butterfield Trust einreichen. Der ist nun diesem Schritt zuvorgekommen und hat in Bermuda eine Gegenklage eingereicht. Damit will der Trust erreichen, dass die Ansprüche der SMF abgelehnt werden.

Stiftung zuversichtlich

Der Stiftungsrat hat laut Mitteilung vom Donnerstag entschieden, sich an dem Verfahren in Bermuda zu beteiligen. Er ist zuversichtlich und sieht eine gute Chance, den Anspruch auf das Geld gegenüber dem Trust belegen und durchsetzen zu können.

Das vom Butterfield Trust eingeleitete Verfahren zeige, dass man die Forderung ernst nehme, so SMF-Präsident Hubert Achermann. "Beim Trust ist man aufgrund unserer angekündigten Klage offensichtlich nervös geworden und möchte jetzt möglichst rasch wissen, woran man ist", so Achermann. "Das kann uns nur recht sein."

Auf die in Aussicht gestellte Klage in der Schweiz verzichtet die SMF. Ein paralleles Verfahren in der Schweiz sei weder aus juristischer noch aus Kostensicht sinnvoll, heisst es in der Mitteilung.

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