Mit einer halbstündigen Verzögerung - nachdem das Konzert tags zuvor bereits um eine ganze Stunde verschoben worden war - war sie endlich da: Madonna, Queen of Pop und die Mutter aller "Motherfuckers", wie sie selber sagte.

Empfangen von einem Heer von mit Kreuzen bewaffneten Tänzern, entstieg Madonna einem Käfig. Sie kam vom Himmel herab, mit ihrer Überlegenheit spielte sie in den darauffolgenden zwei Stunden oft. Das Publikum tobte: Vergessen die Verspätung, vergessen die um halb elf bereits ein bisschen schwer gewordenen Beine.

Kein Zweifel: Der 57-Jährige Popstar ist noch immer fit wie ein Turnschuh. Doch in Kombination mit dem Gesang wurden die Schritte nicht selten ein bisschen unsicher, umgekehrt die Stimme brüchig, sobald sie sich körperlich verausgabte.

Madonna zu sehen, ist dennoch nach wie vor ein unvergessliches Erlebnis. Ihre Tänzer sind Weltklasse, die Show vielseitig und die Designerkostüme eine Augenweide. Wäre das Programm bloss nicht so lang und die herablassenden Interaktionen mit den "Bitches" und "Motherfuckers" im Publikum irgendwann ziemlich nervig.