"Wir sind heute natürlich sehr stolz und froh", sagte Bürgermeister Ilmar Reepalu der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt. Er stellte eine "fantastische Veranstaltung zum grössten Musikwettbewerb in Europa" in Aussicht. Der Wettstreit findet vom 14. bis 18. Mai statt.

ESC-Produzent Martin Österdahl sprach von keiner einfachen Entscheidung. Den Ausschlag für Malmö habe unter anderem die Infrastruktur gegeben. So sei die angebotene Veranstaltungshalle in Stockholm mit 35'000 Plätzen zu gross gewesen. Eine kleinere Arena in der Hauptstadt ist wegen der gleichzeitig stattfindenden Eishockey-Weltmeisterschaft nicht verfügbar. Die Malmö Arena bietet Platz für bis zu 15'500 Besucher.

Multikulturelles Flair

Senderchefin Eva Hamilton verwies auf die vielen internationalen Einwohner der drittgrössten Stadt Schwedens: "Das multikulturelle Malmö ist die ideale Stadt für diese internationale Veranstaltung." Malmös über 300'000 Einwohner stammen nach offiziellen Angaben aus mehr als 174 Ländern und sprechen 150 verschiedene Sprachen. Der ESC fand bereits 1992 in Malmö statt. Damals gewann Linda Martin mit dem Lied "Why Me?" für Irland.

Die schwedische Sängerin Loreen hatte im Mai mit ihrem mystischen Pop-Song "Euphoria" den 57. Eurovision Song Contest gewonnen. Mit 113 Punkten Vorsprung auf Platz zwei liess sie der Konkurrenz in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku keine Chance. Das Schweizer Duo Sinplus war schon im Halbfinal gescheitert.

1999 hatte Charlotte Nilsson letztmals den ESC nach Schweden geholt. Legendär ist der Sieg von Abba mit "Waterloo" im Jahr 1974.