41 Nationen treten beim ESC in Tel Aviv gegeneinander an. Und wieder wird vor allem von Charisma und musikalischer Qualität abhängen, welcher Song Jury und Publikum begeistert. Dennoch gibt es einige statistische Faktoren, die sich in den vergangenen 63 Ausgaben als Erfolgsgaranten herauskristallisiert haben - nicht zuletzt das Geschlecht.

Ein Blick auf die Sieger der vergangenen Wettbewerbe zeigt, dass man tendenziell im Vorteil ist, wenn man solo antritt und eine Frau ist: Mit 37 an der Zahl stellen die weiblichen Teilnehmer die klare Mehrheit der insgesamt 66 Sieger (1969 gab es gleich vier davon). Die beiden Transkünstlerinnen Dana International und Conchita Wurst wurden hier noch gar nicht mitgezählt. Aber auch so ist die Bilanz eindeutig.

Nur 17 Mal konnte eine Band den Sieg holen, nur zehn Mal hatte ein Mann am Ende das Siegerlächeln im Gesicht. Und eine wirkliche Aufholjagd starten die Herren nicht, konnten in den vergangen zehn Jahren doch mit Alexander Rybak aus Norwegen (2009), Mans Zelmerlöw aus Schweden (2015) und zuletzt Salvador Sobral (2017) nur drei Männer die Trophäe mit nach Hause nehmen. So gesehen schlechte Voraussetzungen für den Schweizer Teilnehmer Luca Hänni.

Andererseits - wer weiss, haben die Männer doch dieses Jahr die Überhand: 12 Duos oder Bands stehen 15 männlichen Solokünstlern und 14 weiblichen Teilnehmern gegenüber. Am ehesten müssen sich da die Formationen mit mehreren Künstlern Sorgen machen, gewann das letzte Duo mit Ell & Nikki aus Aserbaidschan doch 2011 beim Contest. Und mit den Schockrockern Lordi aus Finnland 2006 liegt der letzte Sieg einer Band sogar noch weiter zurück.