Musik

Komponist Beat Furrer erhält Grossen Österreichischen Staatspreis

Komponist Beat Furrer (links) im Jahr 2003

Komponist Beat Furrer (links) im Jahr 2003

Der 1954 in Schaffhausen geborene Dirigent, Komponist und Mitbegründer des Klangforum Wien, Beat Furrer, erhält den Grossen Österreichischen Staatspreis 2014. Die höchste künstlerische Auszeichnung der Republik ist mit 30'000 Euro dotiert.

Furrer sei es gelungen, "Werke zu schaffen, die nicht nur international hohe Anerkennung finden, sondern sich schon jetzt einen festen Platz in den Klassiksammlungen der Gegenwart und Zukunft gesichert haben", wird der österreichische Kulturminister Josef Ostermayer in einer Medienmitteilung vom Dienstag zitiert.

Vertreter der Neuen Musik

Mit Furrer wird erstmals seit dem Jahr 2010 (Olga Neuwirth) wieder ein Preisträger der Kategorie Musik ausgezeichnet. Ostermayer zeigte sich besonders erfreut darüber, dass damit ein Vertreter der Neuen Musik prämiert wird. Die Übergabe soll im Herbst stattfinden.

In seiner Stellungnahme begründet der Kunstsenat seine Empfehlung mit Furrers "unverwechselbarem Stil, der geprägt ist von der menschlichen Stimme und der Wechselbeziehung von Klang, Sprache und Optik, auf Basis anspruchsvoller Texte". Furrer gehöre heute international zu den geachtetsten Komponisten, dessen Werke von renommierten Konzertinstitutionen, Festivals und Opernhäusern wahrgenommen werden.

Composer

in residence in Luzern

Beat Furrer wurde 1954 in Schaffhausen geboren. 1975 übersiedelte er nach Wien, wo er Komposition studierte, 1985 gründete er zusammen mit Viktor Liberda das Klangforum Wien, dessen künstlerischer Leiter er bis 1992 war.

Seit 1991 ist Furrer Professor für Komposition an der Kunstuniversität Graz, seit 2006 Gastprofessor für Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. 1996 war er Composer in residence bei den Luzerner Festwochen.

Gegenwärtig arbeitet der Komponist von Bühnenwerken wie "Die Blinden", "Narcissus", "Wüstenbuch" oder "Begehren" an Projekten für die Opernhäuser in Hamburg und Berlin, wie es in der Medienmitteilung weiter heisst.

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