Er macht das allerdings nicht nur zum runden Geburtstag, sondern jedes Jahr. Um 12 Uhr mittags jeweiliger Ortszeit soll jedermann sich aufstellen, zwei Finger zum Friedenszeichen heben und "peace and love" sagen. Und das natürlich möglichst filmen und mit dem Hashtag #peaceandlove ins Netz stellen.

Der Musiker selbst sagt an seinem Ehrentag, so steht es auf Facebook, in Los Angeles laut "Frieden und Liebe". Das ist sein Motto, ohne das gar nichts geht, nicht mal ein Bild von einem Apfelkuchen auf Twitter hochladen.

Der Zusatz "Peace and Love" ist so unvermeidlich wie die Sonnenbrille auf der markanten Nase des Schlagzeugers, Sängers und Schauspielers, der sich stets als der Lustige der einst erfolgreichsten Band der Welt inszeniert hat.

Traurige Kindheit

Ringo Starr, eigentlich Richard Starkey, war 1962 als letzter der vier Beatles zur Band gestossen, die damals schon recht berühmt war und wenig später weltberühmt. Ringo war in diesem April auch der letzte der "Fab Four", der es als Einzelkünstler in die Rock and Roll Hall of Fame schaffte.

Die Laudatio hielt Paul McCartney, der zweite noch lebende Beatle. Er beschrieb, wie sie Ringo kennenlernten, damals in Hamburg, als er noch bei Rory Storm and the Hurricanes war: "Wie ein professioneller Musiker" sei er gewesen, "er hatte einen Bart - das ist professionell." Als Ringo später für Pete Best am Schlagzeug einsprang, überzeugte er auch noch musikalisch. "Und das war der eigentliche Beginn der Beatles", sagte McCartney.

Auch von Ringos "harter Kindheit" im nordenglischen Liverpool berichtete der ehemalige Bandkollege. Der Vater interessierte sich nicht allzu sehr für Frau und Kind, zweimal war Ringo schwer krank und ging deswegen jahrelang nicht zur Schule. Seine Mutter liebte Musik. "Und so, irgendwann in dieser schwierigen Kindheit", sagte McCartney, "bekam Ringo eine Trommel."