Der Film "Wo bitte ist die 7. Kompanie geblieben?" (1973) und dessen zwei Fortsetzungen machten Lamoureux in seiner Heimat zum Kult-Komiker und über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt und beliebt.

Der Film handelt von den Abenteuern französischer Soldaten im Zweiten Weltkrieg, die den Irrsinn des Krieges durch Improvisationen voller Komik überwinden. Noch heute erreichen die Wiederholungen der Folgen im Fernsehen regelmässig Zuschauerrekorde, damals sahen vier Millionen Menschen den ersten Film in Frankreich im Kino.

Präsident Nicolas Sarkozy äusserte sich "traurig" über den Tod dieses Künstlers mit einem vielfältigen Talent, "der seine Mitmenschen mit lockerem Blick betrachtete, aber immer mit Liebenswürdigkeit und Verständnis. Die Franzosen haben einen der letzten Vertreter des Geistes von Paris verloren", sagte der Staatspräsident.

Todesursache war nicht Krebs

Lamoureux litt seit längerem an Krebs, sei daran jedoch nicht gestorben, hiess es im Rundfunk. Er sei am Samstag in ein Koma gefallen und nicht wieder aufgewacht.

Lamoureux hat als volksnaher Komiker mehr als 50 Jahre lang gewirkt - als Chanson-Sänger und später als Regisseur und Autor von Theaterstücken.

Er kam am 4. Januar 1920 in einer bescheidenen Pariser Familie zur Welt und begann 1949 seine Karriere mit Kabarett-Auftritten, wo er rasch Anerkennung fand. Einige seiner Ein-Mann-Monologe wie "Papa, Mama, das Dienstmädchen und ich" wurden Dauerbrenner und mit Preisen ausgezeichnet. Dreimal wurde er für den renommierten französischen Molière-Theaterpreis nominiert.