Sido und Bushido galten in der Vergangenheit als Feinde, die sich regelmässig beschimpften und gegenseitig ihre Mütter beleidigten. "Dieses Streitding ist kein Element meiner Musik mehr - was es früher definitiv mal gewesen ist", sagte Sido nun. Er hoffe auch, "diese anderen Rapperchen lassen sich von unserem Beispiel inspirieren und machen in Zukunft nur noch Musik".

Bushido gab derweil zu: "Vertragen ist schön und gut, aber wir können auf diese Weise auch den einen oder anderen Euro machen, und das ist für uns definitiv wichtig." Der Rapper sieht das Musikmachen hauptsächlich als Geschäft. "Wir haben vier Monate Vertrag verhandelt und sechs Wochen Musik gemacht. Musik ist ungefähr 20 Prozent, und Geschäft ist 80 Prozent", sagte er dem Blatt.

Bushido der bessere Geschäftsmann

Sido sagte dagegen: "Das Geschäft selber machen, das ist nicht mein Ding. Bushido ist da wirklich tief drin, der schreibt ja E-Mails selbst und antwortet auch innerhalb von zehn Minuten und solche Sachen."

Das Album "23" erscheint am Freitag. Als Gast ist auf der Platte auch Peter Maffay dabei. Bushido sagte: "Es gehört eine Menge Überwindung und ein sehr offener Horizont dazu, um mit einem Sido oder einem Bushido unvoreingenommen umzugehen." Sido fügte hinzu: "Es kann ja wirklich sein, dass der Typ sich damit ein paar Imageschäden einfängt."