Der Umbau erwies sich als aufwendig und war von Kontroversen begleitet. Fast 32 Millionen Franken kostete die Renovation; ursprünglich war die Wiedereröffnung bereits für 2011 geplant.

Der Dachstock und die aus dem Jahre 1871 stammende Bühnenmaschinerie an der Avenue de Théâtre waren in so schlechtem Zustand, dass sich die Oper schon vor langer Zeit gezwungen sah, ihr Stammhaus zu verlassen. Als Ausweichspielorte dienten das Théâtre de Beaulieu und das Veranstaltungslokal Salle Métropole.

Die Lausanner Stadtregierung hatte ihre Pläne für die Renovation des Stammhauses samt einer Erweiterung der Bühne, neuer Logen und neuer technischer Anlagen Ende 2007 publiziert. Das Projekt geht auf das Jahr 2005 zurück.

Komfortablere Logen

Die Behörden sahen sich allerdings mit Opposition konfrontiert. Auf Kritik stiess die ursprünglich geplante Höhe des renovierten Gebäudes. Nach einer Überarbeitung der Baupläne konnten die Arbeiten im Juni 2010 schliesslich in Angriff genommen werden.

Herzstück des Umbaus bildete eine modernere Bühne mit einem 18 Meter hohen und 6 Meter nach hinten reichenden "Kasten", in dem die Kulissen hochgezogen werden können.

Neu ist ausserdem ein Proberaum, in dem Sänger und Orchester vor Ort üben können, während das Bühnenbild aufgebaut wird. Der 900 Plätze umfassende Zuschauerraum war dagegen von der baulichen Auffrischung kaum betroffen, abgesehen von komfortableren Logen.

Vertrag verlängert

In der ersten Spielzeit im renovierten Stammhaus sind sechs Opern zu sehen, eine Kinderoper, vier Balletts und neun Konzerte. Das Budget der Wiedereröffnungs-Saison beträgt 15,4 Millionen Franken. Indendant Eric Vigié, der die Lausanner Oper seit 2005 leitet, verlängerte seinen Vertrag im vergangenen Frühling bis 2017.

"L'Elisir d'Amore", die Produktion zum Auftakt der Spielzeit, wird Adriano Sinivia inszenieren, am Dirigentenpult steht Jesus Lopez Cobos, der von 1990 bis 2000 das Lausanner Kammerorchester leitete. Die Hauptrolle der Adina übernimmt die Sopranistin Olga Peretyatko.